Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0512/42238.html    Veröffentlicht: 16.12.2005 08:50    Kurz-URL: https://glm.io/42238

HP baut in Deutschland mehr als 16 Prozent des Personals ab

Kostendruck belastet das Geschäft

Bei HP in Deutschland werden nun - wie schon länger angekündigt - im Rahmen eines weltweiten Restrukturierungsprogramms rund 1.500 Stellen abgebaut. Vom Stellenabbau bei HP in Deutschland sind sowohl die Organisationen, die den deutschen Markt bedienen, als auch die bei HP in Deutschland angesiedelten internationalen Verwaltungs-, IT-, Infrastruktur- und Marketingbereiche betroffen.

Nach Medienberichten will HP mehr als 400 Stellen am Standort Böblingen abbauen, insgesamt sollen bis 2007 rund 1.500 Stellen bundesweit und weltweit 14.500 Stellen gestrichen werden. Zum 1. November 2005 beschäftigte HP in Deutschland 9.100 Mitarbeiter. Die Anzahl der Auszubildenden liegt bei 314 Personen. Die Geschäftsführung und der Gesamtbetriebsrat der Hewlett-Packard GmbH haben sich nach Angaben des Unternehmens mittlerweile über die Eckpunkte eines Sozialplans und Interessensausgleichs zum Stellenabbau verständigt.

Am 19. Juli 2005 hatte HP ein konzernweites Restrukturierungsprogramm zur Vereinfachung der Strukturen, Reduzierung der Kosten und zu einer stärkeren Ausrichtung auf die Kunden angekündigt. Die Geschäftsbereiche Technology Solutions Group (TSG), Personal Systems Group (PSG) und Imaging Printing Group (IPG) sollen eine direktere Kontrolle über die Vermarktungsaktivitäten und finanzielle Verantwortlichkeiten erhalten als bisher.

HP teilte mit, dass diese Maßnahmen auf Grund der allgemeinen Kostensituation und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens notwendig seien. Die Hewlett-Packard GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2005 (01.11.2004 bis 31.10.2005) einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es ebenfalls 5,4 Milliarden Euro Umsatz. Auf Grund von Sondereffekten lag der Gewinn deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Den Gewinn selbst gab HP nicht an. Weltweit erzielte HP in diesem Zeitraum einen Umsatz von 86,7 Milliarden US-Dollar.  (ad)


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