Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9803/422.html    Veröffentlicht: 30.03.1998 15:27    Kurz-URL: https://glm.io/422

3D Beschleunigung im Web: "Chrome"

Auf der Windows Hardware Engineering Conference (WinHEC) in Orlando, Florida, zeigte Microsoft Entwicklern eine Systemerweiterung von Windows, die zusammen mit dem Internet Explorer 3D Grafiken und Videos in bislang unerreichter Geschwindigkeit über das Internet beziehen und darstellen kann.
Das Projekt mit dem Codenamen "Chrome" greift direkt auf Direct3D zu.
Der Vorteil: Webseiten können DirectX Befehle enthalten die sofort umgesetzt werden - die Downloadzeiten würden geringer und die Performance steigen, so Microsoft.
Insider kennen diese Technik bereits von StageX, einer Entwicklung der Firma Ragunda media research . Die Firma hatte einem ActiveX Programmierwettbewerb gewonnen, der von Ziff Davis und Microsoft ausgelobt wurde. Ob Teile dieser Technologie in "Chrome" verwendet werden, ist nicht bekannt.
Zur Zeit sind die Hardware-Anforderungen noch sehr hoch. Auf der Vorführung sprach Produktmanager Tom Johnston von 350 MHz schnellen PCs mit AGP-Bus die dazu benötigt werden. Bis zur Marktreife 1999 seien diese Rechner allerdings in Preisregionen gesunken, in denen sich heutige PII 233 Systeme befinden, so Johnston weiter.  (ad)


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