Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0511/41932.html    Veröffentlicht: 30.11.2005 15:34    Kurz-URL: https://glm.io/41932

ARD will Handy-Fernsehen anbieten

DVB-H und DMB als mögliche Kandidaten für mobiles Fernsehen

Die ARD will möglichst bald auch mobiles und portables terrestrisches Fernsehen anbieten. Als größter Hörfunk- und Fernsehveranstalter in Deutschland will die ARD ihre Programme in absehbarer Zeit auch per DVB-H und DMB ausstrahlen.

Um das Fernsehen aufs Handy zu bringen, fasst die ARD vor allem DVB-H und DMB ins Auge, denn diese Formate könnten über die digitalen terrestrischen Sendernetze der ARD ausgestrahlt werden. Die Programme sollen dann für jeden frei zu empfangen sein.

Die mit Rundfunkgebühren finanzierte ARD will mit dem Handy-Fernsehen bewusst kein zusätzliches Geschäftsmodell etablieren, sondern betrachtet die Ausdehnung als eine zeitgemäße Anpassung an die technische Entwicklung.

Während sich in Korea für die mobile Rundfunkverbreitung bereits das auf DAB basierende T-DMB-System durchsetzen konnte, befindet man sich in Deutschland und Europa derzeit noch in der Erprobungsphase. Vor dem Hintergrund der im Jahr 2006 anstehenden internationalen Funkverwaltungskonferenz und der damit einhergehenden Neuordnung von terrestrischen Funkfrequenzen ist es nach Auffassung der ARD derzeit aber verfrüht, sich schon jetzt auf ein einzelnes System oder ein endgültiges Nutzungsszenario festzulegen.  (ji)


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