Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0511/41651.html    Veröffentlicht: 16.11.2005 14:18    Kurz-URL: https://glm.io/41651

Spieletest: Buzz - Musik-Quizshow im Wohnzimmer

PlayStation-2-Titel mit witzigem Controller

Wie witzig Quizshows auch auf PC und Konsole funktionieren können, weiß man bereits seit Jahren - man denke etwa an die erfolgreiche You-Don't-Know-Jack-Reihe. Mit Buzz versucht Sony allerdings, das Flair einer Ratesendung noch authentischer ins Wohnzimmer zu bringen und liefert daher zum Spiel gleich auch noch vier eigene Controller mit.

Buzz ist ein Quiz, bei dem es sich voll und ganz um Musik dreht - und zwar um Musik der letzten 60 Jahre. Von Rock&Roll über New Wave bis hin zu aktuellen Pop-Hits müssen Texte vervollständigt, Melodien erkannt oder Interpreten erraten werden, wobei der Schwierigkeitsgrad dabei auf Wunsch auch recht hoch ist - da sind dann echte Experten gefragt. Eine Wiederholung der Fragen ist früher oder später natürlich unvermeidlich, kommt zum Glück aber nicht so schnell vor: Bei 5.000 Aufgaben und 1.000 Melodien ist vorerst genügend Abwechslung garantiert. Um Geld für die Lizenzgebühren zu sparen, sind die Songs allerdings allesamt "nachgespielt" - und das manchmal in recht mäßiger Qualität, so dass sich nicht jeder der kurzen Abschnitte sofort zuordnen lässt.

Screenshot #7
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Buzz verfügt über einen 1-Spieler-Modus, richtig unterhaltsam wird es aber natürlich erst, wenn sich vier Personen vor der PS2 versammeln und dann Reaktion gefragt ist: Nur, wer zuerst auf seinen Buzzer drückt, darf eine der jeweils vier Antwortmöglichkeiten auswählen. Die mitgelieferten vier Controller - die übrigens alle an einem Kabel hängen - sind witzig, aber auch gewöhnungsbedürftig: Einerseits ist es zum Beispiel gelungen, dass der rote Hauptknopf leuchten kann. Andererseits wirkt die Verarbeitung der vier Drücker eher mäßig - und die Tatsache, dass alles zusammen an einem Kabel hängt, kann durchaus mal für ein ziemliches Wirrwarr sorgen.

Screenshot #3
Screenshot #3
Ein virtueller Moderator (gesprochen von Ingolf Lück) führt übrigens durchs Spiel, dürfte den meisten aber mit seiner recht aufdringlichen Art bald auf den Geist gehen; gut, dass sich seine Sprüche wegdrücken lassen. Und ebenfalls gut, dass einige Extras für zusätzlichen Spielspaß in der Gruppe sorgen - etwa der Bombenmodus, bei dem man so schnell wie möglich an den nächsten Mitspieler weitergeben muss, um keine Punkte zu verlieren. Die Präsentation hingegen ist eher mager, kaum Spezialeffekte, keine Fahrten durchs Studio - das wirkt alles doch recht steril.

Buzz ist exklusiv für die PlayStation 2 im Handel erhältlich und kostet inklusive Controller etwa 60,- Euro.

Fazit:
Nach Singstar und EyeToy bringt Sony mit Buzz wieder ein innovatives Produkt mit ungewöhnlichen Eingabegeräten in den Handel - und hält für PlayStation-2-Besitzer so einen weiteren Partyknüller bereit. Denn so eintönig der Einspieler-Modus nach einiger Zeit ist, so witzig präsentiert sich die Multiplayer-Variante: Sobald vier Spieler um die Wette rätseln und auf ihre Buzzer hauen, ist der Spaß garantiert - und es lässt sich gnädig über die Mängel wie die Soundqualität der Musikstücke oder die etwas magere Hardware-Verarbeitung hinwegsehen. Bei den für 2006 angekündigten Erweiterungen und Updates sollte Sony in Sachen Präsentation dann aber nachbessern.  (tw)


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