Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9908/4060.html    Veröffentlicht: 05.08.1999 11:01    Kurz-URL: https://glm.io/4060

ATI Rage Fury Pro - Mehr Leistung und Features

Mit der Rage Fury Pro kündigte Grafikkartenhersteller ATI nun das bisher schnellste Mitglied seiner Rage Fury Grafikkartenserie an. Die neue Karte bietet nicht nur eine höhere Taktfrequenz als die Rage Fury, sondern auch noch einige interessante Zusatz-Features.

So kann die Rage Fury Pro nun nicht mehr nur DVD-Videos in gewohnt hoher ATI-Qualität auf Monitor (300 MHz RAMDAC) und TV-Gerät abspielen, sondern bietet auch die Möglichkeit, Videos aufzunehmen, wenn auch nicht in DVD-Qualität. Alternativ kann der PC über eine externe Videoquelle als Fernseher oder Display für die Spielekonsole herhalten. Die Rage Fury Pro wird damit zu einer leistungsfähigen Komplettlösung für den Heimrechner.

Dank der direkt unterstützten DirectX Texturkompression, die von S3 entwickelt wurde, kann die Rage Fury Pro in ihrem Speicher, der mit 32 MByte schon recht üppig ausgefallen ist, noch detailliertere und vor allem mehr Texturen ablegen. Damit sind, wie von Grafikkarten mit Savage3D und Savage4 Chips bekannt, sehr detaillierte 3D-Welten in erstaunlicher Qualität möglich. Spiele wie Epics Unreal Tournament werden die Texturkompression in Kürze direkt unterstützen.

Die höhere Taktfrequenz des auf der Karte zu findenden neuen Grafikchips, einem direkten Nachfolger des Rage 128 GL, soll laut ATI eine um 40 bis 50 Prozent höhere Leistung gegenüber der Rage Fury erbringen. Damit würde die AGP 4X Karte zum ernstzunehmenden Konkurrenten für Voodoo3 und TNT2, die ATI bisher nicht einholen konnte. Eine Setup-Engine mit einer Leistung von 8 Millionen Dreiecken/Sekunde befindet sich laut ATI direkt auf dem Chip, dürfte jedoch erst mit DirectX 7 zum Tragen kommen. Bei der 3D-Darstellungsqualität liegt ATI dank 32-Bit-Rendering ebenfalls auf der Höhe der Zeit. Die Fury Pro Treiber sollen speziell für 3DNow!, Athlons erweitertes 3DNow! und Intels ISSE optimiert sein.

Die Rage Fury Pro kommt in Kürze auf den Markt und soll zu einem attraktiven Preis angeboten werden. Neben dem 32 MByte Modell soll es auch eines mit 16 MByte geben. Eine Karte mit Unterstützung für Flat Panel Displays ist ebenfalls angekündigt worden, diese dürfte aber nur in Verbindung mit Komplettsystemen zu haben sein.

Kommentar:
ATI wird mit der Rage Fury Pro vor allem gegen die kommende Chipgeneration von 3dfx und NVIDIA ankämpfen müssen. Falls ATI es nur schafft, zu den bisherigen Spitzenreitern Voodoo3 und TNT2 aufzuschließen, diese aber nicht überflügeln kann, wird ATI beim Erscheinen der neuen Konkurrenzkarten wie Voodoo4 oder NV10 erneut auf die hinteren Plätze verwiesen. Im Gegensatz zu Voodoo3 und TNT2 hat sie jedoch mit Unterstützung der Texturkompression einen großen Vorteil - vielleicht ist die Karte deshalb auch exklusiv auf den QuakeCon'99 (6. - 8. August) Athlon-Rechnern verteten. Der QuakeCon'99 ist das erste offizielle Turnier.  (ck)


© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/