Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0508/40127.html    Veröffentlicht: 30.08.2005 15:48    Kurz-URL: https://glm.io/40127

Erste Bilder von Intels neuen Multicore-Prozessoren

Conroe, Presler und Paxville auf dem IDF gezeigt

Am Rande des in der vergangenen Woche in San Francisco abgehaltenen "Intel Developer Forum Fall 2005" (IDF) zeigte Intel auch Muster der kommenden Prozessoren mit mehreren Kernen. Performance-Daten sind noch rar, doch der Entwicklungsstand lässt sich schon abschätzen.

Paxville
Paxville
Insgesamt entwickelt Intel eigenen Angaben zufolge derzeit 17 Prozessoren mit mehreren Cores. Besonders interessant ist der noch auf Ende 2005 vorgezogene Paxville-Kern, den Intel als neuen Xeon direkt gegen die bereits lieferbaren Opterons mit mehreren Kernen positioniert. Bei dem hier abgebildeten Paxville handelt es sich noch um die Ausgabe mit zwei Cores auf einem Die.

Paxville-Demo
Paxville-Demo
Intel-Vize Pat Gelsinger demonstrierte Paxville in seiner Keynote auf dem IDF jedoch bereits in einer Multi-Core-Version. Zwei dieser Prozessoren mit jeweils vier Cores konnten so dank HyperThreading in einem Server insgesamt 16 Threads simultan ausführen. Die nur hinter Glas gezeigten Prozessoren stammen nach Angaben von Intel aus der derzeit laufenden Vorserienfertigung.

Conroe
Conroe
Das gilt auch für das hier gezeigte Conroe-Exemplar. Dieser Prozessor soll, wie bereits berichtet, als Intels erster Desktop-Prozessor mit der neuen, noch namenlosen Architektur in der zweiten Hälfte des Jahres 2006 auf den Markt kommen. Anders als Paxville, der noch auf dem Netburst-Design basiert, wird Conroe jedoch kein HyperThreading bieten.

Presler
Presler
Bereits Anfang 2006 und damit als Übergangslösung bis zum Conroe kommt Intels erstes "Multichip-Package" namens Presler. Er stellt den neuen Pentium D dar und bringt zwei auf 65 Nanometer Strukturbreite geschrumpfte Netburst-Cores in einem Gehäuse mit.

Unbestätigten Angaben zufolge will Intel mit diesem Konzept, das bisher vor allem IBM mit seinen Power-Prozessoren für große Server verfolgt, bei etwas geringerem Strombedarf höhere Taktraten für den Pentium D erreichen, der bisher bei 3,2 GHz pro Core steht. Die Single-Core-Ausgaben des Pentium 4 erreichen derzeit bis zu 3,8 GHz. [von Nico Ernst]  (ck)


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