Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0507/39273.html    Veröffentlicht: 15.07.2005 12:06    Kurz-URL: https://glm.io/39273

Catalyst 5.7 - Mehr Speed für Radeons mit 64 oder 128 MByte

Treiber für Windows 2000, XP, XP 64 und XP MCE steigert auch OpenGL-Leistung

Mit dem für Windows 2000, XP und die Media Center Edition veröffentlichten neuen Treiberpaket Catalyst 5.7 verspricht ATI wieder einen Leistungsschub. Zudem lassen sich unter XP und 2000 nun auch dank neuer Einstellmöglichkeiten 1080p-HDTV-Fernseher nutzen, die fehlende oder gar keine EDID-Informationen ausgeben - für MCE folgt diese Erweiterung erst in der Catalyst-Version 5.8 im August 2005.

Von dem neuen Treiberpaket profitieren sollen vor allem Grafikkarten mit 64 und 128 MByte Speicher, da ATI einige Verbesserungen in der internen Speicherverwaltung des Frame-Buffers vorgenommen hat. Die daraus resultierenden Leistungsvorteile sind laut ATI vor allem dann recht deutlich, wenn Anwendungen viel Grafikspeicher benötigen.

ATI spricht von Leistungszuwachs beim 3DMark 05 (5 - 15 Prozent) in Verbindung mit einigen Produkten, deutlich mehr bringt die Optimierung aber etwa beim Far-Cry-Regulator-Level (20 bis 60 Prozent), in Teilen des ShaderMark (50 - 200 Prozent) bei hohen Auflösungen und bei 1.600 x 1.200 Bildpunkten mit Kantenglättung und anisotrophischer Texturfilterung auch unter Half-Life 2 (25 - 60 Prozent), Unreal Tournament 2004 (40 bis 60 Prozent) sowie Comanche 4 (50 - 100 Prozent).

Der Leistungsvorteil bezieht sich wie gesagt nur auf Radeon-Grafikkarten mit 64 oder 128 MByte, bei den 256-MByte- und 512-MByte-Grafikkarten ist die Leistung laut ATI schon zuvor sehr gut gewesen. Dafür gibt es allerdings - unabhängig vom Speicherausbau - noch einen verbesserten OpenGL-Treiber, mit dem 10 bis 15 Prozent mehr Leistung versprochen wird, zumindest im Unigraphics-Test der SPECviewperf.

Vor der Installation des neuen Treibers empfiehlt ATI, die alten zu deinstallieren und liefert dazu ein überarbeitetes Tool an. Ab dem Catalyst 5.7 lässt sich das Catalyst Control Center nun auch inklusive aller Einstellungen, Profile und Hotkeys getrennt vom Treiber deinstallieren. Bei einer Neuinstallation werden dann wieder die Standardeinstellungen gesetzt.

Auch beim Catalyst 5.7 werden einige Fehler beseitigt, unter anderem mit dem Flight Sim 2004 und anisotrophischer Filterung sowie mit Trackmania Sunrise und Warcraft III unter Windows XP. Probleme wurden mit den selbst eingestelltem Hotkeys für die Bildrotation behoben, außerdem soll bei 180-Grad-Rotation nun der Text wieder zu erkennen sein. Der Wechsel von einer NTSC- zur PAL-Ausgabe soll nun ebenfalls keine Probleme mehr machen. Ein angeschlossener Fernseher soll darüber hinaus nun sowohl am SVideo als auch am Composite-Kabel selbst erkannt werden.

Der Catalyst 5.7 unterstützt alle Radeon-Grafikchips und integrierte Radeon-Chipsätze von ATI, bisher bietet der kanadische Hersteller das Treiberpaket für Windows 2000, für Windows XP, die Windows XP Professional 64-Bit-Edition und die Windows XP Media Center Edition zum Download an. Wie üblich gibt es die Wahl zwischen dem Treiber mit dem .Net-basierten Catalyst Control Center und dem einfacheren Control Panel.  (ck)


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Links zum Artikel:
ATI (.com): http://www.ati.com
ATI (.com) - Treiber: http://www.ati.com/support/driver.html

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