Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0506/38830.html    Veröffentlicht: 24.06.2005 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/38830

Spieletest: Ridge Racer DS - Auto fahren mit Touch-Pad

Umsetzung des Namco-Klassikers für Nintendos Handheld

Die Ridge-Racer-Reihe wird meist mit Sonys PlayStation assoziiert, aber auch für Nintendo-Konsolen gab es schon eine gute Umsetzung: Ridge Racer 64 für den Gamecube-Vorgänger Nintendo 64. Namco hat eben dieses Spiel für das Nintendo DS nun leicht aufgebohrt und neu aufgelegt; Rennspielfans bekommen aber leider trotzdem nicht unbedingt das, was sie sich wohl erhofft haben.

Ridge Racer DS (Nintendo DS)
Ridge Racer DS (Nintendo DS)
Die Spielmodi sind identisch mit denen des Vorgängers von 2000 - neben einem Rennen gegen die Zeit können im Grand-Prix-Modus neue Strecken oder im Duell-Modus neue Wagen freigeschaltet werden. Das Geschwindigkeitsgefühl stimmt, die Grafik weniger - wer schon mal Ridge Racer auf der PSP gesehen hat, wird sich von den mauen Texturen der DS-Version schaudernd abwenden.

Ridge Racer DS
Ridge Racer DS
Das größere Problem ist allerdings die seltsame Kollisionsabfrage - wer mit Kontrahenten zusammenstößt, verliert meist wertvolle Zeit, während die Konkurrenz unbeeindruckt davonbraust. Oft kann auch zur Hälfte in fremde Wagen "hineingefahren" werden, bevor etwas passiert; Streckenbegrenzungen entpuppen sich dafür öfter mal als undurchdringliche Wand. Ähnlich unbefriedigend ist der magische Turbo, den die KI-Fahrer offensichtlich hinzuschalten können und der sie plötzlich wieder an die Spitze katapultiert.

Ridge Racer DS
Ridge Racer DS
An die technischen Besonderheiten des Nintendo DS haben die Entwickler durchaus gedacht - allerdings auf nicht sehr kreative Art und Weise. Wer möchte, kann sein Wägelchen per Stylus oder mit dem Daumen auf dem Touchpad dirigieren. Allerdings funktioniert das mehr schlecht als recht und auch die größten Pad-Fans werden wohl schnell wieder zur herkömmlichen Bedienung greifen und D-Pad sowie Buttons benutzen - das fühlt sich einfach direkter und besser an.

Ridge Racer DS ist bereits im Handel erhältlich und kostet etwa 40,- Euro.

Fazit:
Die Ridge-Racer-Reihe hat schon so einige Rennspiel-Klassiker hervorgebracht, Ridge Racer DS gehört zweifellos aber nicht dazu - dafür ist der Umfang zu gering, die Grafik zu mau und der Touchpad-Part zu aufgesetzt. Die ungenaue Kollisionsabfrage sorgt für weiteren Frust, so dass sich DS-Besitzer das Geld für diesen Titel lieber sparen sollten - es gibt genügend Top-Programme für das DS, bei denen sich der Kauf mehr lohnt.  (tw)


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