Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/9907/3756.html    Veröffentlicht: 01.07.1999 09:37    Kurz-URL: https://glm.io/3756

Ricardo.de geht an die Börse

Das Online-Auktionshaus Ricardo.de , eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, will im 3. Quartal dieses Jahres an den Neuen Markt gehen. Seit seiner Gründung im August 1998 avancierte das Unternehmen in Deutschland nach eigenen Angaben zum Marktführer im Bereich Internet-Auktionen.

Ricardo.de versteigert im Internet Produkte und Dienstleistungen unterschiedlichster Art. 100 Prozent monatliches Wachstum bei Auktionen von privat an privat, 35 Prozent monatliches Wachstum im Bereich Business to Consumer und rund 100.000 registrierte Kunden verzeichnet das Hamburger Auktionshaus nach eigenen Aussagen.

Ein Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank AG soll das Unternehmen an den Neuen Markt begleiten. Dem Konsortium gehören auch die West LB, die Commerzbank AG sowie M. M. Warburg an.

Für das Rumpfgeschäftsjahr von August 1998 bis Juni 1999 geht Ricardo von einem Umsatz von über 5 Millionen DM aus. Den Erfolg auf dem deutschen Markt will das Unternehmen auch in weiteren europäischen Ländern fortsetzen. Laut einer Studie des US-amerikanischen Marktforschungsinstitutes Forrester Research wird allein der US-Markt für Online-Auktionshandel im Jahr 2002 rund 64 Milliarden US-Dollar ausmachen.

"Sowohl bei den Privatauktionen als auch im Bereich Business to Consumer wächst Ricardo.de schneller als der Wettbewerb", so Dr. Christoph Linkwitz, CEO der Ricardo.de Aktiengesellschaft.

Die Ricardo.de Aktiengesellschaft will den Börsengang nutzen, um die eigene Marktposition in Deutschland und Europa weiter auszubauen. Der durch den Börsengang realisierte Emissionserlös soll unter anderem Basis für eine Reihe von strategischen Kooperationen sein, die das Unternehmen plant.  (ji)


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