Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0504/37250.html    Veröffentlicht: 01.04.2005 15:53    Kurz-URL: https://glm.io/37250

Von kopulierenden iPods und intelligenten Flaschen

Rosa Überzieher mit Noppen für den iPod

Zum 1. April 2005 machen einmal mehr ausgefallen Produkte und Ankündigungen die Runde. Von intelligenten Flaschen mit DNA-Leser, MMS vom Mond und revolutionären P2P-Systemen zur Sprachübertragung ist die Rede. Eine kleine, rein subjektive Auswahl.

Google Gulp
Google Gulp
Bei Google will man angeblich mit dem neuen Produkt Google Gulp das Wissen der Welt besser zugänglich machen. Dazu habe man eine Auto-Drink getaufte Technik entwickelt, die - eingebettet in den Rand einer Flasche - die DNA-Daten beim Trinken aus der Flasche im Bruchteil einer Sekunde auslesen kann. Zugleich soll Google Gulp aber auch intelligenter und weniger durstig machen. Angeboten wird das Getränk in verschiedenen Geschmacksrichtungen von Beta Carrotin bis hin zu Glutamat-Trauben und Zuckerfreie-Radikale.

Die Vermarktung von Google Gulp, das als Beta-Test gestartet ist, erfolgt ähnlich wie bei Gmail. Um Gulp zu bekommen, muss man eingeladen werden, wozu man eine leere Gulp-Flasche einschicken soll. Wer keine besitzt, soll jemanden fragen, der bereits "gegulped" wurde. Zur Verbesserung es Dienstes senden die Flaschen von Zeit zu Zeit einen Teil der Informationen an den GulpPlex, eine streng bewachte Server-Farm, deren Standort nur Google-CEO Eric Schmidt kennt.

Unabhängig davon tauchte mit UnderGoos eine Spezial-Suchmaschine für Unterwäsche auf.

Das KDE-Team will seine Produktivität verdoppeln und steigt daher auf das Code-Management-System BitKeeper um, wie zuvor schon die Entwickler des Linux-Kernel um Linus Torvalds. Der eigentlich geplante Umstieg von CVS auf Subversion sei mit zu vielen ungelösten Problemen behaftet, BitKeeper die beste Wahl. Nur einen Haken habe die Sache: Da es die BitKeeper-Lizenz den KDE-Entwicklern untersage, sich an der Entwicklung anderer Code-Management-Systeme zu beteiligen, werde das CVS-Front-End Cervisia aus KDE entfernt, bis es es durch eine BitKeeper-Version ersetzt werden könne.

iJuice
iJuice
Die Münchner equinux AG wartet mit zwei Erweiterungen für den Mac mini auf. Die beiden Hardware-Komponenten sollen auf den Namen iJuice sowie Movie mini hören und den Mac mini von Apple im Handumdrehen zum ultimativen portablen DVD-Player machen. An den Mac Mini angedockt soll diese den kleinen bis zu 16 Stunden mit Strom versorgen. Dazu passend gibt es dann mit Movie mini ein 7-Zoll-Display mit integrierten Stereolautsprechern, Click-Wheel und einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln.

Die Kollegen von Heise-Online vermelden ein Wettrennen zwischen China Mobile und Vodafone um die erste MMS vom Mond. Als mögliche Vorwahlen für den Erd-Trabanten werden "++MOON" (00006666) oder "+0104" präsentiert. Unklar sei aber noch, welche Mobilfunk-Technik zum Einsatz komme.

Laut Airliners.de soll der Flughafen "Berlin Brandenburg International" (BBI) nun im Rahmen eines Exklusiv-Sponsorings über die Deutsche Telekom AG (DTAG) finanziert werden. Dabei orientiere man sich an Projekten wie der Hamburger "AOL Arena" oder der "Allianz Arena" in München. Das Sponsoring-Paket beinhalte neben der Umbenennung des Flughafens in "Berlin Telekom International" unter anderem auch eine Terminalgestaltung in den Telekom-Farben sowie das typische Telekom-Soundbranding vor Flughafendurchsagen.

Pro-Linux.de belässt es nicht nur bei Ankündigungen, sondern startet gleich mit der LoveBox eine eigene Partnervermittlung, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von der eigenen Leserschaft. Auch schier unüberbrückbare Gegensätze wie die Nutzung von Linux, BDS oder Hurd sollen damit überbrückt werden können.

Bei Opera hat man eine absolute Revolution in petto: Das P2P-System "Opera SoundWave" stellt eine plattform-unabhängige Sprach-Lösung für kurze und mittlere Distanzen dar, die analoge Sprachsignale durch die Luft überträgt. Damit können Nutzer in Echtzeit miteinander kommunizieren - auch ohne Computer oder Handy. Entstanden sei die Technik laut Opera, als der E-Mail-Server ausgefallen ist und man Informationen unabhängig vom Computer übermitteln wollte.

iCopulate
iCopulate
Thinkgeek konzentriert sich zum 1. April einmal mehr auf Produkte mit hohem Nutzwert, vom USB-Fondue bis hin zum iCopulate, einem rosa Überzieher mir Noppen, mit dem sich zwei iPods verkuppeln lassen.

Bei Planet3dGames ist man ob kommender Warnhinweise auf Spiele-Verpackungen in Aufruhr. Ähnlich wie bei Zigaretten sei geplant, auch auf Spiele-Packungen unübersehbar auf die Gefahren der Produkte hinzuweisen.

Macwelt weist auf einen neuen, bizarren Rechtsstreit hin. Demnach verklagt Apple nun Apple wegen dem Verrat von Geschäftsgeheimnissen, konkret gehe es um die Apple-Homepage, auf der viele Firmen-Informationen zu finden seien.

Die Journalisten vom britischen The Register sehen eine rosige Zukunft für Steve Jobs, der nun als so genannter "Acting CEO" (schauspielernder Chef) zum schwedischen Möbelhaus IKEA wechselt. IKEA will somit bald speziell gestaltete Möbel anbieten, die alle ein Apple-Logo zieren werden. Einige Möbelstudien hat The Register bereits erhalten, darunter auch einen ganz speziellen Stuhl, der mit einem besonderen Sitzkomfort angepriesen wird.

Von der hinter Wikipedia stehenden Wikipedia-Foundation gibt es eine wahrhaft feindliche Übernahme durch die Encyclopaedia Britannica zu berichten. Durch die Übernahme wird das Editieren von Seiten kostenpflichtig und kostet fortan 49,97 britische Pfund je Seite. Besonders aufsehenerregend ist die neue Struktur des Unternehmens, das von Ex-Enron-CEO Kenneth Lay angeführt wird und eine illustre Schar an prominenten Gestalten aufweist. So wird aus dem aus Star Trek bekannten Schauspieler William Shatner der Minister für billige Flugpreise und der durch Drogenprobleme aufgefallene Schauspieler Robert Downey Jr. wird zum Botschafter von Kolumbien und Jamaika. Nach einigem Hin und Her hat auch der frühere irakische Informationsminister eine Position in dem Unternehmen eingenommen.

Bei iBusiness kann man in Sachen April-Scherze nicht genug bekommen, hier wird zum einen eine groß angelegte Klagewelle gegen Weblogs angekündigt, vor allem landwirtschaftliche Sites, die sich mit der Aufzucht und Züchtung von nicht-birnesischem Obst beschäftigen. Zudem soll laut iBusiness die Google-Suche kostenpflichtig und ein erster Airbag für den PC angeboten werden.  (ji)


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