Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0503/36892.html    Veröffentlicht: 12.03.2005 11:00    Kurz-URL: https://glm.io/36892

IBM macht Blue Gene Supercomputer per Fernzugriff verfügbar

Supercomputing auf Abruf

IBM hat ein Hochleistungsrechenzentrum für Supercomputing in Rochester, USA, eröffnet. Im "Deep Computing Capacity on Demand Center" wird den Kunden das Blue Gene Supercomputing System zur Verfügung gestellt.

Blue Gene ist nach Angaben von IBM der weltweit leistungsfähigste Supercomputer, der derzeit auch in einer Basiskonfiguration auf der CeBIT 2005 in Hannover gezeigt wird. Erstmals können Kunden und Partner über Fernzugriff (Remote Access) auf das Blue Gene System zugreifen. Die Verbindung wird über ein hochsicheres Virtual Private Network hergestellt. Nutzer zahlen nur für die Kapazität, die für sie reserviert wird.

Blue Gene Prototyp
Blue Gene Prototyp
Supercomputer wie Blue Gene kommen nicht nur in der Forschung, sondern auch in kommerziellen Bereichen wie der Medikamentenforschung, in Produktdesign und -simulation oder der Berechnung von Finanz- und Wettermodellen zum Einsatz. Über seine Deep-Computing-Capacity-on-Demand-Zentren stellt IBM solche Hochleistungsrechenleistung auch Unternehmen zur Verfügung, für die der Betrieb eines eigenen Supercomputers außerhalb der Möglichkeiten liegt.

Mit der eServer-Blue-Gene-Lösung bietet IBM in einem einzelnen, voll ausgestatteten Rack-System (bis zu 64 Racks sind möglich) einen Rechner mit einer Spitzenleistung von 5,7 Teraflops bei einem Platzbedarf von unter einem Quadratmeter an.

RZ in Rochester
RZ in Rochester
Pro Rack sind 1.024 Dual-Prozessor-Nodes verfügbar. Für ausgewählte Kunden können die Racks auch nur teilausgestattet geliefert werden. Der US-Listenpreis beginnt ab 1,5 Millionen US-Dollar.

IBMs andere Rechenzentren in Poughkeepsie (New York) und Houston (Texas) sowie im französischen Montpellier bieten über eine sichere VPN-Verbindung den Kunden Zugang auf über 5.200 CPUs von Intel, AMD Opteron und IBM Power PC unter Linux, Microsoft Windows und IBM AIX. Das neue Rechenzentrum in Rochester bietet über 2.000 IBM-PowerPC-CPUs auf Blue-Gene-Technologie für Linux-Anwendungen an.  (ad)


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