Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0503/36750.html    Veröffentlicht: 08.03.2005 11:02    Kurz-URL: https://glm.io/36750

Symbian-Wurm verbreitet sich erstmals per MMS

Neuer Symbian-Wurm verschickt sich auch per Bluetooth an andere Smartphones

In den Laboren der Antivirenhersteller wurde mit Commwarrior.A erstmals ein Symbian-Wurm für Geräte mit Series 60 entdeckt, der sich nicht nur per Bluetooth verbreitet, sondern sich erstmals auch per MMS an andere Geräte versendet. Ein dazugehöriger Nachrichtentext gibt vor, dass die Nachricht entweder eine Software oder Sexbilder enthalte, um Opfer so dazu zu bringen, den Wurm zu installieren.

Die bislang bekannten Symbian-Würmer haben sich nur per Bluetooth vermehrt, so dass die Verbreitung des Schädlings auf eine bestimmte Region begrenzt war. Außerdem waren Symbian-Smartphones ohne aktivierte Bluetooth-Verbindung vor einer Infektion gefeit. Mit Commwarrior.A wurde nun erstmals ein Symbian-Wurm entdeckt, der sich einer Verbreitungsmethode bedient, welche der E-Mail-Verbreitung gleichkommt: MMS.

Auf einem infizierten System versendet sich der Wurm Commwarrior.A per MMS an alle im Adressbuch stehenden Kontakte, um sich so auf möglichst viele Geräte zu verbreiten. Dem Empfänger einer solchen MMS wird vorgegaukelt, bei der in der Nachricht enthaltenen Datei handele es sich um kostenlose Software, Spiele, Sicherheits- sowie Betriebssystem-Updates oder um Sexbilder, um Opfer so dazu zu bringen, die betreffende Datei zu installieren. In der Softwareliste tauchen unter anderem Virenscanner, ein PocketPC- oder MS-DOS-Emulator, ein Klingelton-Generator und verschiedene Crack-Programme auf.

Neben der Verbreitung per MMS versucht sich der Wurm auch über Bluetooth zu vermehren und sucht dazu jede Minute nach entsprechenden Bluetooth-Geräten in der Nähe, um diese zu befallen. Der Wurm infiziert Geräte mit Symbian Series 60 nicht automatisch, denn der Anwender muss den Empfang quittieren und die betreffende Datei manuell installieren.

Auf Grund eines Grußtextes in der Wurm-Komponente wird vermutet, dass der Wurm aus Russland stammt.  (ip)


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