Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0503/36737.html    Veröffentlicht: 08.03.2005 09:20    Kurz-URL: https://glm.io/36737

Weltfrauentag: Auch Raubkopiererinnen sind Verbrecherinnen

Filmwirtschaft nimmt gezielt Frauen ins Visier

Die deutsche Filmindustrie begeht den Weltfrauentag mit einer speziellen Kampagne: "Auch Raubkopiererinnen sind Verbrecherinnen" soll es fortan heißen, denn im letzten Jahr haben laut der Zukunft Kino Marketing GmbH, die hinter der Kampagne steht, Frauen rund drei Millionen Filme auf CD-ROM oder DVD gebrannt.

Zwar sei das Internet im Allgemeinen noch immer eine Männerdomäne, aber die Frauen würden eindeutig aufholen, so die Filmindustrie, die sich daher nun gezielt Raubkopiererinnen vorknöpfen und klarmachen will, dass Raubkopieren eine Straftat ist.

"Viele Frauen fühlten sich bisher nicht so stark wie Männer von unserer Kampagne 'Raubkopierer sind Verbrecher' angesprochen. Das wollen wir ändern und haben daher das Plakat 'Auch Raubkopiererinnen sind Verbrecherinnen' kreiert, das deutschlandweit an Kinos und Videotheken zum Weltfrauentag ausgeliefert wird", kommentiert Dr. Elke Esser, Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing GmbH.

Die Notwendigkeit ihrer Kampagne stellt die Filmwirtschaft an einem Fall exemplarisch dar: Eine Frau aus Ostfriesland habe ihre Sozialhilfe durch den Handel mit Raubkopien aufgebessert und zum Beispiel aktuelle Filme zum Bestellen angeboten. Aufgedeckt wurde der Fall, als die Raubkopiererin ihren BMW Cabrio veräußern wollte, worauf die Stadtverwaltung ihre Lebensumstände noch einmal überprüfte und dabei den illegalen Handel entdeckte.  (ji)


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