Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0503/36628.html    Veröffentlicht: 02.03.2005 10:53    Kurz-URL: https://glm.io/36628

IDF: Von Lyndon, Averill, Bensley, Glidewell und Reidland

Intel gibt Ausblick auf kommende Plattformen

Auf dem IDF unterstrich Intel wieder einmal seine Plattform-Strategie, die mit Centrino begann und nun auf Desktop und Server ausgeweitet werden soll. Mit dem Ansatz will Intel komplexere Lösungen für Desktop und Server, aber auch spezielle Anwendungsgebiete anbieten, die Intels Prozessoren mit anderen Komponenten verbinden.

Durch die abgestimmten Komponenten der integrierten Plattformen verspricht Intel je nach Anforderung einen geringeren Stromverbrauch, mehr Leistung oder ein leichteres Management der Systeme. Dabei kombiniert Intel Multi-Core-Prozessoren, Virtualsierungsfunktionen (VT / Vanderpool), Management-Funktionen (IAMT) und Netzwerkbeschleunigung (I/OAT) sowie 64-Bit-Funktionen (EM64T).

Die Intel Virtualization Technology (Codename "Vanderpool"), unterstützt von Hitachi, Novell, Red Hat, VMware und XenSource, soll 2005 in Desktops und Itanium-basierte Server (Codename "Montecito") einziehen. Sie soll es erlauben, mehrere Betriebssysteme und Applikationen in unabhängigen "Containern" laufen zu lassen.

Im Desktop-Bereich plant Intel die Plattformen Lyndon und Averill. Lyndon soll noch 2005 auf den Markt kommen und Intels kommende Chipsätze 945/955 und den Pentium 4 der Serien 5xx/6xx und den Pentium D alias "Smithfield" sowie die Prozessorerweiterungen HT (HyperTherading), EM64T (64-Bit), XD, EIST, IAMT (Intel Active Management Technology) und VT (Virtualization Technology) kombinieren. Averill soll 2006 folgen und zusätzlich einen Dual-Core-Prozessor, IAMT2 und LT (Lagrande Technology) unterstützen. Der passende Chipsatz hört auf den Namen Broadwater.

Montecito soll mit zwei Prozessor-Kernen und VT ausgestattet sein. Ab 2006 soll VT alias Vanderpool dann auch in Xeon-Prozessoren zum Einsatz kommen. Die entsprechenden Plattformen hören hier auf die Codenamen Irwindale (HT, EM64T, DBS), Bensley, Glidewell und Truland. Während Irwindale mit den Chipsätzen E7520 und E7525 schon 2005 zu haben sein wird, kommen die übrigen erst ab 2006. Bensley und Glidewell für Dual-Prozessor-Systeme haben dann einen Prozessor mit Codenamen Dempsey sowie Chipsätze mit Codenamen Blackford und Greencreek im Gepäck und unterstützen auch VT, IAMT und I/OAT. Truland hingegen kommt noch ohne diese Erweiterungen, unterstützt aber Systeme mit mehr als zwei Prozessoren und wird mit dem Chipsatz E8500 kombiniert. "Reidland" soll 2007 erscheinen und "Whitefile" einen Prozessor mit mehr als zwei Kernen mitbringen, der für Systeme mit mehr als zwei Prozessoren geeignet ist.

Unter dem Codenamen "Richford" soll 2007 eine Plattform erscheinen, die zwei Itanium-Prozessoren mit Codenamen "Tukwila" umfasst. Ihr folgt später dann "Poulson", zu dem sich Intel noch bedeckt hält.  (ji)


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