Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0502/36062.html    Veröffentlicht: 03.02.2005 14:48    Kurz-URL: https://glm.io/36062

Spieletest: Mech Assault 2 - Aufpolierte Roboter-Schlachten

Mehr Mechs, mehr Optionen, mehr Abwechslung

Mech Assault war einerseits ein technisch sehr gutes Action-Spiel für die Xbox, erntete auf Grund des teilweise etwas eintönigen Missionsdesigns und der kurzen Einzelspieler-Kampagne aber auch einige Kritik. Seit kurzem ist eine Fortsetzung zu der Roboter-Schlacht im Handel, die mit deutlich mehr Handlungsoptionen und ausgefeilteren Missionen aufwartet.

Mech Aussault 2 (Xbox)
Mech Aussault 2 (Xbox)
Zentrale Rolle in Mech Assault 2 spielen natürlich wieder die Mechs - riesige Kampfroboter, die - je nach Typ - nicht sonderlich wendig, aber dafür massiv gepanzert und beeindruckend stark bewaffnet sind. Die Hintergrundgeschichte, die erneut im Battletech-Universum angesiedelt ist, knüpft an den ersten Teil an, ist aber nicht sonderlich erwähnenswert: Eine böse Sekte bedroht die Galaxie und der Spieler muss sie ausschalten - so weit, so unkreativ.

Screenshot #1 (Xbox)
Screenshot #1 (Xbox)
Im Vergleich zum ersten Teil wurde aber beispielsweise einiges an der Vielfalt der Mechs getan - es gibt nun deutlich mehr riesige Kampfmaschinen, die erneut aus der Rückansicht gesteuert werden dürfen. Die Unterschiede sind spielerisch deutlich spürbar - während manche Mechs nur behäbig vom Fleck kommen, dafür aber relativ problemlos einige feindliche Roboterangriffe oder Panzergeschosse wegstecken, sind andere deutlich empfindlicher, dafür aber auch schneller und wendiger. Steuerungstechnisch hingegen hat sich nichts getan - die Bedienung mit den beiden Analog-Sticks zum Umschauen und Laufen ist identisch, auch das Umschalten und Abfeuern der Waffen mit den Trigger-Tasten hat sich nicht geändert.

Die meisten Missionen geben vor, in welchem Roboter man Platz nimmt, allerdings gibt es neuerdings die Möglichkeit, gegnerische Mechs zu kapern. Hierzu nutzt man die Option, aus dem eigenen Gefährt auszusteigen und sich mit ein paar Geschicklichkeitsübungen und flinken Fingern beim Button-Drücken hinter den Steuerknüppel des Gegners vorzuarbeiten. Auch andere Fahrzeuge wie Panzer und Raumgleiter stehen nun zur Verfügung.

Screenshot #2 (Xbox)
Screenshot #2 (Xbox)
Die Missionen glänzen mit Abwechslungsreichtum: Anstelle nur alles platt zu machen, müssen mal feindliche Lager infiltriert oder gegnerische Reihen durch die Nutzung eines getarnten Panzers durchbrochen werden. Auch das Aussteigen zum manuellen Öffnen eines Tors ist nötig, wobei die Wege zu Fuß natürlich mit besonders hohen Risiken verbunden sind. Zum Glück sorgt der neue Kampfanzug Battle Armor hier dafür, dass man auch so feindlichen Angriffen nicht schutzlos ausgeliefert ist.

Screenshot #3 (Xbox)
Screenshot #3 (Xbox)
Optisch ist Mech Assault 2 ein zweischneidiges Schwert - eher karge Landschaften und gelegentliche Ruckler stehen hervorragenden Effekten gegenüber - vor allem im Kampf Mech gegen Mech, wenn sich zwei Roboter behäbig umkreisen, ist es schon beachtlich, den Auswirkungen und Effekten von Laser- und Maschinengewehren oder Raketen zuzuschauen.

Screenshot #4 (Xbox)
Screenshot #4 (Xbox)
Leider ist die Einzelspieler-Kampagne wieder recht fix beendet, mehr als zehn Stunden braucht es dafür nicht. Die zehn Multiplayer-Modi sorgen allerdings per Splitscreen, System-Link oder Xbox Live für weiteren Spielspaß, der in typischen Modi wie Deathmatch oder Capture The Flag geboten wird.

Fazit:
Wer Mech Assault mochte, wird auch den zweiten Teil gerne spielen - alles ist ein bisschen schöner, komplexer und abwechslungsreicher. Schade allerdings, dass die Einzelspieler-Kampagne wieder so schnell durchgespielt ist - wer ungern mit Freunden oder online antritt, bekommt für die geforderten 60,- Euro ein paar Missionen zu wenig geboten.  (tw)


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