Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0501/35661.html    Veröffentlicht: 14.01.2005 10:23    Kurz-URL: https://glm.io/35661

Krokodile - Erste Beta von KDE 3.4 erschienen

KDE mit überarbeitetem Panel und neuen Auto-Discovery-Funktionen

Die Entwicklung an KDE 3.4 schreitet voran. Nachdem Anfang Dezember eine erste AlphaVersion veröffentlicht wurde, folgt nun unter dem Codenamen "Krokodile" die erste Beta, die auch in Form von Binärpaketen zur Verfügung steht.

Die Entwickler planen eine zweite Beta-Version für Mitte Februar, hoffen bis dahin aber auf reichlich Feedback von Nutzern, dies gilt insbesondere für das überarbeitete Panel sowie die neuen Funktionen zur DNS Service Discovery (DNS-SD). Mitte März soll KDE 3.4 dann fertig sein.

Zahlreiche Änderungen finden sich in der HTML-Rendering-Engine KHTML, auch aus Safari. Insgesamt verspricht KHTML so eine bessere Kompatibilität mit bisher problematischen Websites sowie eine höhere Stabilität. Beispielsweise werden nun Textschatten entsprechend CSS3 unterstützt, aber auch weitere CSS3-Funktionen sollen noch integriert werden. Auch die Integration mit dem Passwort-Manager KWallet wurde verbessert, so dass nun auch mehrere Logins pro Seite unterstützt werden.

Zudem ist in der neuen Version erkennbar, wenn eine andere Browser-Kennung verwendet wird. KHTML-Plug-Ins lassen sich nun nutzerseitig deaktivieren. Dies gilt zwar nicht für Netscape-Plug-Ins, hier lässt sich aber immerhin die CPU-Nutzung beschränken, so dass beispielsweise aufwendige Flash-Animationen im Zaum gehalten werden können.

Im Bereich Groupware wurde unter anderem KOrganizer um Blog-Unterstützung erweitert, aber auch eine engere Integration mit KNotes ist geplant, so dass sich Notizen nun einzelnen Kontakten zuordnen lassen.

Der Instant-Messenger Kopete kann in der neuen Version auch mit den Protokollen von Novell Groupwise und Lotus Sametime umgehen, außerdem werden auch handgeschriebene Nachrichten via MSN unterstützt. KPDF nutzt xpdf 3.0 als Rendering-Engine und kommt so auch mit PDF 1.5 klar. Ebenfalls lassen sich mit einem Passwort geschützte PDF-Dateien jetzt mit KPDF öffnen. KDE erhält zudem direkte Unterstützung für die von GIMP erzeugten XCF-Dateien, so dass diese aus KDE-Applikationen heraus betrachtet werden können. Der grafische Login-Manager KDM soll sich künftig über Themes anpassen lassen, ähnlich wie GNOMEs GDM.

Die KDE 3.4 Beta 1 alias "Krokodile" kann ab sofort im Quelltext auf den Servern des KDE-Projekts heruntergeladen werden. Für Slackware stehen auch fertige Binär-Pakete zur Verfügung, weitere sollen folgen. Das Übersetzen der Quellen vereinfacht das Build-Tool Konstruct.  (ji)


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Links zum Artikel:
KDE - K Desktop Environment (.org): http://www.kde.org

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