Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0411/34630.html    Veröffentlicht: 10.11.2004 11:11    Kurz-URL: https://glm.io/34630

Microsoft nimmt Kunden in Schutz

Auch Endkunden sollen bei Klagen finanziell abgesichert werden

Microsoft will mit einer Ausweitung seiner "Intellectual Property Protection Policy" nun auch Endkunden, die ältere Software-Versionen nutzen, vor Klagen wegen der Verletzung geistiger Eigentumsrechte beschützen. Bisher gewährte Microsoft diese rechtliche Rückendeckung nur Kunden, die das Volumen-Lizenzprogramm nutzten.

Microsoft weitet das eigene Programm nun auch auf das Windows Server System einschließlich Microsoft SQL Server und Exchange Server, Microsoft Office und die Windows-Client-Software aus. So wolle man auf die Wünsche der Kunden eingehen, die beim Einsatz von Microsofts Software einen Schutz vor entsprechenden Klagen fordern.

Nutzern der Software will Microsoft auf diese Weise den Rücken stärken und im Fall von Klagen die Kosten für die rechtliche Auseinandersetzung sowie mögliche Schadensersatzansprüche übernehmen. Dies gilt für Klagen wegen Patent-, Urheberrechts- und Markenverletzungen sowie Klagen wegen der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen.

Microsoft will sich damit aber auch von Open-Source-Anbietern abgrenzen und über die eigene Produkthaftung hinausgehen. Vor allem vor dem Hintergrund des Vorgehens von SCO gegen Linux-Nutzer kam das Thema auf.  (ji)


Links zum Artikel:
Microsoft (.com) - Indemnification: http://www.microsoft.com/indemnification

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