Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0410/34405.html    Veröffentlicht: 27.10.2004 10:52    Kurz-URL: https://glm.io/34405

Verbesserte Opera-Version mit Sprachsteuerung

Zahlreiche Anpassungen an Operas Oberfläche vorgenommen

Vom Browser Opera wurde eine weitere Windows-Vorabversion veröffentlicht, die mit einer Sprachsteuerung ausgestattet ist, um sich ohne Maus und Tastatur nur per Sprachkommando im Internet bewegen zu können. In der zweiten Vorabversion von Opera 7.60 wurden zahlreiche Änderungen an der Oberfläche vorgenommen, um die Bedienung zu vereinfachen.

Screenshot #1
Screenshot #1
Mit den Änderungen an der Oberfläche des Browsers will Opera die Software leichter bedienbar machen und übersichtlicher halten, weshalb zahlreiche Einträge aus der Menüleiste verschwunden sind und an anderer Stelle integriert wurden. So gibt es in Opera 7.60 das Fenster-Menü nicht mehr, es wurde nun in die Fensterleiste als Kontextmenü integriert. Das ebenfalls weggefallene Navigationsmenü wurde als Untermenü in das Ansichten-Menü integriert. Die betreffenden Befehle ruft man nach Herstellerangaben ohnehin üblicherweise über die Navigationsleiste oder -Toolbar auf, so dass man auf das separate Menü verzichtet hat. Zudem wurden das E-Mail- und Chat-Menü zu einem Nachrichten-Menü vereint, womit ein dritter Menüeintrag eingespart wurde.

Screenshot #2
Screenshot #2
Die Abweisung von Pop-Up-Fenstern ist nun standardmäßig in Opera 7.60 aktiviert und wird durch ein neues Icon in der Fensterleiste ergänzt, worüber man über blockierte Pop-Up-Fenster informiert wird. Darüber lassen sich zudem versehentlich geschlossene Webseiten wieder bequem öffnen. In der Fensterleiste mit den geöffneten Webseiten wurde ein Schließen-Knopf für jedes Fenster integriert, was zuvor an der üblichen Position zu finden war, um Unterfenster in einer Applikation zu schließen. So verschwand nicht nur der Schließen-Knopf an dieser Stelle, sondern auch das Minimieren und Maximieren wurden eingespart. Außerdem erhielt die Adresszeile einen Augen-Knopf, was den Zugriff auf Zoomstufen, verschiedene Anzeigeoptionen, diverse Suchfunktionen sowie die Sprachsteuerung erlaubt.

Screenshot #3
Screenshot #3
Für die Nutzung der Sprachsteuerung in der zweiten Vorabversion von Opera 7.60 muss die betreffende Sprach-Bibliothek separat heruntergeladen und installiert werden, was bequem bei Aktivierung der Sprachsteuerung geschieht. Damit hält der Hersteller das Download-Archiv klein und erspart Nutzern einen entsprechenden Download, wenn diese Funktion nicht gewünscht ist.

Screenshot #4
Screenshot #4
Wird die Sprachsteuerung aber aktiviert, steht eine umfangreiche Liste an Sprachkommandos zur Verfügung, um bequem auf Webseiten per Stimme zu navigieren sowie die Opera-Oberfläche ohne Maus und Tastatur zu steuern. Die neue Version steuert auch die Panels Lesezeichen, Links und E-Mail per Stimme. Die Sprachoption kann per Knopf- oder Tastendruck zugeschaltet werden sowie auf Wunsch auch generell aktiviert sein. Für die Sprachbefehle unterstützt Opera XHTML+Voice 1.2 sowie das CSS3 Speech Module und kann somit auch Webseiten oder Ausschnitte vorlesen. Für die Nutzung der derzeit nur englischsprachigen Sprachsteuerung sind eine Soundkarte sowie daran angeschlossene Lautsprecher und ein Mikrofon erforderlich; im Browser selbst muss JavaScript aktiviert sein.

Screenshot #5
Screenshot #5
Kleinere Verbesserungen nahm Opera zudem an den E-Mail- und Chat-Funktionen des Browsers vor. Zudem wurde die Darstellung von Webseiten abermals optimiert und ein Sicherheitsloch bereinigt, das beim Umgang mit mehreren Unterfenstern auftreten konnte. Außerdem wurde die Druckausgabe sowie die Stabilität des Browser nach Herstellerangaben verbessert. Außerdem wurde die Seitennavigation beschleunigt, wenn eine Seite noch nicht komplett geladen ist.

Screenshot #6
Screenshot #6
Bereits aus der ersten Vorabversion stammen die Neuerungen bei der Webseitendarstellung und der Anzeige von Fehlermeldungen. Besonders für Anwender mit geringer Display-Auflösung erhielt Opera die neue Funktion "Medium-Screen Rendering", um eine Webseite so zu formatieren, dass horizontales Scrollen nicht notwendig ist, selbst wenn das Seiten-Layout breiter als die benutzte Auflösung ist. HTTP-Fehlermeldungen soll der Schrecken genommen werden, indem diese in die Webseite eingebunden werden, was lästige aufpoppende Fehlerdialoge verhindert, wenn eine im Hintergrund geladene Webseite nicht angezeigt werden kann. Ferner will Opera künftig Hinweise geben, wie aufgetretene Fehler umgangen werden können.

Die zweite Vorabversion von Opera 7.60 steht in der Windows-Version für experimentierfreudige Nutzer ab sofort zum Download bereit. Da es sich hierbei um eine interne Testversion handelt, können darin noch zahlreiche Fehler enthalten sein, so dass einem Einsatz mit Vorsicht zu begegnen ist.  (ip)


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Links zum Artikel:
Opera Software: http://www.opera.com/lang/de/
Opera Software (.com): http://www.opera.com/

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