Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0410/34179.html    Veröffentlicht: 15.10.2004 14:07    Kurz-URL: https://glm.io/34179

Spieletest: Donkey Konga - Trommeln statt Joypads!

Witziges Musikspiel für den Gamecube

Der Preis für die witzigste Spielidee dürfte in diesem Jahr eindeutig an Nintendo gehen. Sonys "Singstar" bei dem Spielern anstelle eines Joypads ein Mikrofon in die Hand gegeben wurde, war ja schon recht genial, Nintendos Donkey Konga stellt das aber locker in den Schatten: Anstelle von Knöpfen muss hier im richtigen Moment auf zwei Trommeln gehauen werden.

Donkey Konga
Donkey Konga
Das Spielpaket von Donkey Konga ist daher auch recht groß, da in der Verpackung neben der Spiele-Disc auch der durchaus imposante und sehr gut verarbeitete Doppel-Trommel-Controller Platz finden muss. Den Preis für das Paket hat Nintendo mit gerade mal 60,- Euro recht fair gehalten, weitere Controller lassen sich einzeln zum Preis von 30,- Euro dazukaufen.

Das Spielprinzip ist leicht erklärt und schnell durchschaut: Passend zur jeweils gespielten Musik laufen auf dem Bildschirm Symbole durch, die bestimmte Aktionen vom Spieler verlangen - mal muss zum richtigen Zeitpunkt die linke, mal die rechte Trommel geschlagen werden. Auch gleichzeitiges Klopfen auf beide Bongas, Trommelwirbel auf einer oder beiden Trommeln und sogar Klatschen wird verlangt: Ein kleines Mikrofon zwischen den Trommeln registriert hierbei, ob im richtigen Moment die Hände zusammengeschlagen werden.

Bongo-Controller
Bongo-Controller
Sind die Songs im Einstiegsmodus noch recht leicht zu spielen, da nicht allzu häufig hintereinander die Trommeln geschlagen werden müssen, steigt der Schwierigkeitsgrad in den höheren Modi deutlich an - hier wird dann schon einiges an Reaktionsvermögen vom Spieler verlangt. Für gute Leistungen erhält man übrigens Münzen, die sich in eine Handvoll recht witzige Mini-Spiele oder auch in noch höhere Schwierigkeitsgrade eintauschen lassen.

Screenshot
Screenshot
Neben dem Hauptmodus, in dem man Song für Song nach neuen Höchstpunktzahlen strebt, werden unter anderem auch die Modi "Marathon" - hier werden so lange Songs nacheinander getrommelt, bis eine bestimmte Punktzahl unterschritten wird - und "Jam" geboten, wobei es bei letzterem nicht um Punkte, sondern um relativ freies Musikmachen geht. Wer seine Nachbarn terrorisieren will, sollte unbedingt das Geld für zusätzliche Controller investieren: Sind erstmal vier Trommel-Duos an den Gamecube eingestöpselt, ist für Party-Spaß ebenso gesorgt wie für ohrenbetäubenden Lärm.

Screenshot
Screenshot
Bei der Musikauswahl hat Nintendo ein geschicktes Händchen bewiesen und äußerst abwechslungsreiche Titel zusammengestellt - so darf unter anderem zu bekannten Spiele-Themen von Zelda oder Super-Mario, klassischen Nummern wie den ungarischen Tänzen, aber natürlich auch zu Pop-Songs wie 99 Luftballons, Back For Good, Tubthumping oder All The Small Things in die Hände geklatscht werden. Solo-Spieler dürften die einzelnen Songs allerdings relativ zügig in allen Schwierigkeitsstufen durchgespielt haben - bleibt zu hoffen, dass Nintendo auch in Europa bald mit neuem Songmaterial für weiteren Spielspaß sorgt.

Fazit:
Wer wissen will, wie viel Spaß Donkey Konga macht, sollte sich keinesfalls auf die Screenshots des Spieles verlassen - die sehen auf Grund der recht mäßigen Grafik wenig überzeugend aus und können nicht mal ansatzweise vermitteln, wie genial das Spielkonzept dieses Titels ist. Man sollte unbedingt selbst ausprobieren, wie unterhaltsam Donkey Konga ist, zumal der Titel vor allem in größerer Runde ein absoluter Hit für Spieler jeden Alters ist - wer einen Gamecube besitzt, sollte sich diesen Titel keinesfalls entgehen lassen.  (tw)


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