Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0408/33045.html    Veröffentlicht: 18.08.2004 11:50    Kurz-URL: https://glm.io/33045

Importgeschäft mit Videospielen geht drastisch zurück

Von Januar bis Mai 2004 wurden 70,9 Prozent weniger Spiele importiert

Die Importe von Videospielen von Januar bis Mai 2004 sind gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 70,9 Prozent gesunken, teilt das Statistische Bundesamt anlässlich der Games Convention in Leipzig mit. Von Januar bis Mai 2004 wurden nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik Videospiele im Wert von 110,1 Millionen Euro importiert. Im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2003 waren es 378,4 Millionen Euro gewesen.

Die meisten Videospiele kamen sowohl im Jahr 2004 als auch 2003 aus China. Der Wert der von Januar bis Mai 2004 aus China importierten Videospiele betrug 59,2 Millionen Euro (Januar bis Mai 2003: 246,9 Millionen Euro). Weitere nennenswerte Handelsländer waren die Niederlande mit einem Wert von 41,1 Millionen gegenüber 87,4 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres, Großbritannien mit 3,1 Millionen Euro (zuvor 1,3 Millionen Euro) und Japan mit 2,8 Millionen statt 38,1 Millionen Euro.

Der starke Anstieg der Importe von Videospielen in den letzten Jahren hat sich damit inzwischen in eine Abnahme verkehrt, so das Statistische Bundesamt. Wurden im Jahr 2001 noch Videospiele im Wert von 246 Millionen Euro importiert, so waren es im Jahr 2002 schon 924,3 Millionen Euro, also fast viermal so viel. Verantwortlich für diesen Anstieg seien vor allem die neuen Konsolengenerationen um die Jahreswende 2001/2002 gewesen. Im Jahr 2003 gingen die Importe um ein Viertel auf 694,7 Millionen Euro zurück.

Exportiert wurden im Zeitraum Januar bis Mai 2004 Videospiele im Wert von 111,5 Millionen Euro. Das bedeutet einen Rückgang von 36,9 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.  (ji)


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Links zum Artikel:
Statistische Bundesamt: http://www.statistik-bund.de/

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