Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0408/32910.html    Veröffentlicht: 13.08.2004 17:57    Kurz-URL: https://glm.io/32910

Spieletest: Formel Eins 2004 - Rennspiel-Neuauflage für PS2

Sony-Titel mit offizieller Lizenz

Auch 2004 lädt Sony wieder Rennspiel-Fans zum Formel-1-Rennen auf der PlayStation 2 ein. Wichtigster Unterschied zu den Vorgängern: Dieses Jahr hat man - dem Vorbild F1 Career Challenge von Electronic Arts folgend - einen umfangreichen Karriere-Modus integriert.

Wer sich für das virtuelle Rennfahrer-Leben entscheidet, erstellt zunächst sein rasendes Alter Ego und heuert bei einem der kleineren Formel-1-Teams an. Dort bekommt man dann erste Aufträge, wie etwa das Absolvieren bestimmter Kurse in einer vorgegebenen Maximal-Zeit. Beweist man dabei sein fahrerisches Geschick, erhält man recht fix Angebote von größeren Teams und kann sich so über die Saisons hinweg bis ganz nach oben arbeiten.

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Natürlich ist die Karriere keine Pflicht, auch ein kurzes Rennen zwischendurch ist jederzeit möglich. Da Sony die Original-Lizenz besitzt, darf man nicht nur in den bekannten Fahrzeugen antreten, sondern fährt auch auf genau den Kursen, die immer wieder sonntags von Millionen TV-Zuschauern Runde für Runde begutachtet werden.

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In puncto Fahrgefühl hat Sony bereits in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet, und auch hinter dem Steuer von Formel Eins 2004 fühlt man sich schnell wohl - die Wagen sprechen schnell und direkt an, allerdings neigen die Fahrzeuge manchmal zu fix zum Übersteuern, was den Spielspaß gerade für Anfänger zunächst etwas drücken dürfte. Zahlreiche Einstellmöglichkeiten wie etwa bei der Empfindlichkeit der Lenkung erlauben hier aber Nachbesserung.

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Formel Eins 2004 ist keine optische Meisterleistung, erfreut das Auge aber mit recht detaillierten Fahrzeugen und sehenswerten Kursen. Zudem ist das Geschwindigkeitsgefühl recht gut, einzig bei sehr vielen Autos auf dem Bildschirm kommt es zu leichten und kaum störenden Rucklern. Mehr Grund zur Kritik gibt dafür die recht maue KI: Die Computergegner folgen stur der Ideallinie, was das Überholen einerseits recht simpel macht, andererseits aber auch für viele unnötige Unfälle sorgt - nämlich dann, wenn das hinter einem fahrende Auto unvermittelt in die Karosserie des Spielers rast. Da das Schadensmodell eher rudimentär ist, bleiben diese Crashs allerdings öfters mal ohne gravierende Folgen - kein Spiel für Anhänger äußerst realistischer Simulationen also.

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Neben drei Multiplayer-Modi (für zwei Spieler per Splitscreen) ist auch ein Online-Modus integriert, der allerdings wenig fesseln kann, da es sich hierbei im Grunde nur um ein Zeitfahren und ein Vergleichen der Bestzeiten mit menschlichen Kontrahenten ohne wirkliche Duelle auf der Strecke handelt.

Formel Eins 2004 ist bereits im Handel erhältlich und kostet knapp 60,- Euro. Das Spiel ist exklusiv für die PlayStation 2 verfügbar.

Fazit:
Dank des Karriere-Modus ist die Langzeitmotivation von Formel Eins 2004 deutlich höher als bei vielen anderen Rennspielen - neben dem Aufstellen neuer Bestzeiten ist man so auch beständig versucht, immer noch einen besseren Vertrag zu ergattern und es so bis zur Meisterschaft zu bringen. Wirklich kritikwürdig ist eigentlich nur die etwas enttäuschende KI - ansonsten liefert Sony mit Formel Eins 2004 eine absolut gelungene Spielerfahrung für Anhänger des Formel-1-Zirkus ab.  (tw)


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