Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0408/32840.html    Veröffentlicht: 06.08.2004 10:40    Kurz-URL: https://glm.io/32840

Mobilcom startet Push-to-Talk-Dienst fürs Handy

Breite Verfügbarkeit von Push-to-Talk für das vierte Quartal 2004 geplant

Mobilcom hat mit einem Test des Push-to-Talk-Dienstes begonnen und will den Dienst im vierten Quartal 2004 allen interessierten Kunden zur Verfügung stellen. Via Push-to-Talk mutiert ein Handy zu einem Funkgerät, so dass mit einem Mal mehrere Empfänger erreicht werden. Dazu muss der Netzbetreiber den Dienst aber anbieten und das verwendete Handy Push-to-Talk-fähig sein.

Im derzeit laufenden Mobilcom-Feldversuch - genannt Friendly-User-Test - prüfen 200 Handy-Nutzer den neuen Dienst. Push-to-Talk gestattet über eine GPRS-Verbindung die Übermittlung von Sprachbotschaften an mehrere Empfänger, die vorher über eine Kontaktliste - ähnlich wie bei einem Instant-Messaging-Client - für den Empfang ausgewählt werden.

Die Kontaktliste orientiert sich auch in anderer Hinsicht an der Arbeitsweise eines Instant Messaging Clients, denn vor dem Versand einer Botschaft kann man erkennen, welche Teilnehmer erreichbar sind. Über Push-to-Talk sollen sich neben Sprachbotschaften auch Textmitteilungen versenden lassen, was zu einem späteren Zeitpunkt um den Versand von Bildern sowie Videosequenzen erweitert werden soll.

Für die Bereitstellung der Push-to-Talk-Funktion kooperiert Mobilcom mit dem Quickborner Datenkommunikationsanbieter IC3S AG und mit dessen Partner, dem amerikanischen Push-to-Talk-Spezialisten fastmobile. Eine Linux-basierte Serverlösung namens "fastchat" soll maximale Kompatibilität mit verschiedenen Endgeräten garantieren; im Test wird das Nokia 6600 mit spezieller Software verwendet.

Beim Flottenmanagement von Speditionen und Kurierdiensten, bei Taxiunternehmen, auf Baustellen sowie bei Sicherheits- und Rettungsdiensten soll Push-to-Talk eine nützliche und wirtschaftliche Alternative zu teuren Spezialfunkdiensten darstellen.  (ip)


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