Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0408/32833.html    Veröffentlicht: 11.08.2004 16:15    Kurz-URL: https://glm.io/32833

Spieletest: Gorky Zero - Beyond Honor

Lahme Schleich-Action mit Leutnant Cole Sullivan

Im Schleich-Actionspiel Gorky Zero - Beyond Honor übernimmt man die Rolle von Leutnant Cole Sullivan, um in einer russischen Militäranlage den Kampf gegen mutierte Monster, eine Verschwörung ehemaliger Militärs und andere haarsträubende Machenschaften aufzunehmen.

Das Spiel beinhaltet drei Schwierigkeitsstufen, von denen eine zu Beginn ausgewählt wird. Danach geht es nach einer kurzen Einleitung auch schon in den Kampf, den man umschaltbar aus einer Übersichts- und einer Ego-Shooter-Sicht aufnehmen kann.

Während man in der Ego-Sicht besser zielen und um Ecken lugen kann, bietet die Vogelflugperspektive eine bessere Übersicht in den teilweise arg verwinkelten Räumen und Landschaften.

Screenshot #1
Screenshot #1
Da das Spiel mehr oder minder in der Nacht oder zumindest der Dämmerung spielt, ist der Restlichtverstärker, den man bei sich trägt, eine empfehlenswerte Option, die man in das Gegenstände-Feld ziehen sollte. Im Rucksack kann man noch andere Utensilien wie Waffen, Munition und Health-Packs unterbringen und nach Bedarf auswählen.

Das Spiel ist deutlich action-lastiger als beispielsweise Splinter Cell. Man kann sich zwar auch an Wachen vorbeischleichen, doch ist es mit einem offensiven Vorgehen ebenfalls möglich, die Level zu lösen.

Screenshot #2
Screenshot #2
Getötete Feinde kann man durchsuchen oder vor neugierigen Blicken verstecken. Auf diese Weise versorgt man sich unterwegs mit Munition und Waffen sowie Health-Packs. In einer kleinen Übersichtskarte sieht man die Gegner als kleine gelbe Punkte mit Dreiecken in Sichtrichtung. Wird ein Gegner beispielsweise durch ein Geräusch aufmerksam, wechselt seine Farbe in der Minimap auf orange oder rot. Bei längerem erfolglosem Suchen nach der Spielfigur beruhigen sich die Wachen dann auch wieder und bewegen sich weniger hektisch durch die Gegend. Eine gewisse Gegenerintelligenz kann man dem Spiel nicht absprechen: So gehen die Wachen koordiniert vor und auch einmal in Deckung - die Flucht bzw. den geordneten Rückzug treten sie jedoch nie an.

Das Waffenarsenal ist zwar mit Pistole, Heckenschützengewehr und einer MP recht groß, doch fehlen witzige Gimmicks wie Glasfaser-Kameras, Fallen und auch die Bewegungsfreiheiten eines Sam Fischers gibt es leider in Gorky Zero nicht.

Screenshot #3
Screenshot #3
So kann der Spieler gerade einmal zwischen normalem Geradeauslauf und einer gebückten Haltung umschalten. Auch grafisch und akustisch oder gar mit einer besonderen Physikengine kann Gorky Zero nicht mit anderen aktuellen Titeln mithalten. Besonders ärgerlich wird dies beim Schießen über mittlere Distanzen, bei denen die Kugeln schadlos durch den Gegner fliegen. Erst ab einer gewissen Nähe richten sie dann Verletzungen an.

Fazit:
"Gorky Zero - Beyond Honor" bietet für Einsteiger zwar eine schnell verständliche Steuerung, ist für Fans des Genres aber eher eine Enttäuschung - ein auch mit reiner Ballerei lösbarer Splinter-Cell-Clone ohne Klasse.  (ad)


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Links zum Artikel:
Gorky Zero (.com): http://www.gorky-zero.com
JoWooD Productions (.com): http://www.jowood.com/

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