Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0406/31860.html    Veröffentlicht: 21.06.2004 16:05    Kurz-URL: https://glm.io/31860

IBM entwickelt schnelle optische Anbindung für Prozessoren

Germanium-on-Insulator-Technik soll Chips mit bis zu 50 GBit/s anbinden

IBM hat einen Hochgeschwindigkeits-Photodetektor entwickelt, mit dessen Hilfe sich die Geschwindigkeit der Anbindung von Mikrochips deutlich erhöhen lassen soll. IBM verspricht sich davon deutliche Leistungsteigerungen für Computer, aber auch andere Bereiche.

Auch wenn sich die Leistung von Mikroprozessoren und anderen Chips dramatisch verbessert habe, bleibt die Anbindung der Chips an das übrige System weiterhin ein Flaschenhals, so IBM. Genau diesen Flaschenhals soll IBMs Photodetektor aufheben, erlaubt er es doch, Chips über optische Verbindungen in Systeme zu integrieren. So sollen die Chips künftig mit Lichtimpulsen mit den übrigen Komponenten kommunizieren statt wie bisher über die eher langsamen elektrischen Signale.

Zwar ist die Idee, Chips optisch anzubinden, nicht neu, doch scheiterten bisherige Ansätze laut IBM zumeist an der Integration in die Herstellungsprozesse der Chips. IBMs neue Photodetektoren basieren hingegen auf einer neu entwickelten Germanium-on-Insulator-Technik (GOI), die sich in viele Standard-Chips integrieren lassen soll.

Computer-Chips, die mit entsprechenden Photodetektoren ausgestattet wären, sollen zudem kleiner ausfallen und sich kostengünstiger herstellen lassen. Herkömmliche Photodetektoren auf Silizium-Basis seien hingegen zu langsam.

IBMs Methode soll es nun erlauben, opto-elektronische Schaltkreise in herkömmliche Chips und andere Komponenten zu integrieren. Die von IBM jetzt entwickelten Photodetektoren sollen dabei auf optische Frequenzen von rund 30 GHz reagieren und so prinzipiell für Bandbreiten bis zu 50 GBit/s geeignet sein. Sie arbeiten dabei mit Spannungen von 1 Volt und sollen Licht in einem großen Frequenzsprekturm aufnehmen können. Zudem lassen sie sich in einem Standard-CMOS-Prozess fertigen.  (ji)


Verwandte Artikel:
Sony und IBM planen Workstations mit PS3-Prozessor   
(12.05.2004, https://glm.io/31256 )
Entwirft Microsoft Chips für neue Xbox selbst?   
(11.11.2003, https://glm.io/28435 )
IBM: Watson wird in CIMON ins All geschossen   
(26.02.2018, https://glm.io/133005 )
Kollaborationssoftware: IBM ersetzt E-Mails durch Slack   
(26.02.2018, https://glm.io/132990 )
IBM Spectrum NAS: NAS-Software ist klein und leicht installierbar   
(21.02.2018, https://glm.io/132905 )

Links zum Artikel:
IBM: http://www.ibm.de
IBM (.com): http://www.ibm.com

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/