Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0406/31854.html    Veröffentlicht: 21.06.2004 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/31854

Spieletest: Akte X - Resist Or Serve

Action-Adventure zur bekannten TV-Serie

Vivendi Universal hätte sicherlich einen besseren Zeitpunkt für die Veröffentlichung des neuen Akte-X-Spieles "Resist Or Serve" wählen können - schließlich ist die Serie nun bereits seit 2002 eingestellt. Andererseits gibt es auch in Deutschland immer noch unzählige Anhänger der mysteriösen FBI-Fälle, und die werden sich über die neuen Story-Episoden, die eigens für das Spiel geschrieben wurden, zweifellos freuen.

Insgesamt sind es gleich drei Geschichten, die von den Original-Drehbuchschreibern der Serie verfasst wurden und prinzipiell die von Akte X gewohnten Szenarien bieten - es gibt also mal wieder paranormale Phänomene, Aliens und Klone, so weit das Auge reicht. Sowohl in den Rocky Mountains als auch in den Forschungslabors in Sibirien und an Bord eines Alienraumschiffs bleibt es dem Spieler dabei überlassen, ob er lieber als Scully oder als Mulder die Rätsel löst - je nach Personenwahl sind dann auch das Vorgehen und der Story-Verlauf minimal anders.

Screenshot #1
Screenshot #1
Hinsichtlich des Gameplays sind die Entwickler auf Nummer sicher gegangen und haben ein recht typisches Action-Adventure geschaffen, das sich recht offensichtlich an düsteren Titeln wie der Silent-Hill- oder der Resident-Evil-Reihe orientiert. Mit Taschenlampe und Waffe im Anschlag durchstreift man finstere Räume und sucht sie nach wichtigen Hinweisen oder Objekten wie Schlüsseln ab. Finstere Zombies stellen sich einem gleich gruppenweise in den Weg und wollen aus dem Weg geräumt werden, bevor es im Spiel weiter vorangeht.

Screenshot #2
Screenshot #2
Ein paar technische Unzulänglichkeiten machen den beiden FBI-Agenten allerdings das Leben schwer: Dank fixer Kameraperspektive verliert man einerseits immer mal wieder den Überblick und die Kollisionsabfrage ist auch nicht die allerbeste - wird man vom Zombies attackiert und bleibt beständig an Tischen und Schränken hängen, nervt das auf Dauer schon ein wenig.

Screenshot #3
Screenshot #3
Ebenfalls unerfreulich ist der Mangel an interessanten Ideen im weiteren Spielverlauf: Zu Beginn ist es noch recht reizvoll, Autopsien durchzuführen und die jeweils auf der Karte angezeigten wichtigen Schauplätze abzuklappern, bald schon stellt sich aber eine gewisse Monotonie ein - "Resist or Serve" bietet leider keine außergewöhnlichen Spieleelemente, und auch die Rätsel können auf Dauer nicht wirklich motivieren.

Screenshot #4
Screenshot #4
Von der Präsentation gibt es Gutes und weniger Gutes zu berichten: Während die Charaktermodelle nicht wirklich hübsch modelliert sind und sich teilweise recht hölzern bewegen, überzeugt die Synchronisation mit den (englischen) Original-Sprechern der TV-Serie weitestgehend. Fans freuen sich zudem über freispielbares Bonus-Material zur TV-Vorlage.

Akte X - Resist Or Serve ist exklusiv für die PlayStation 2 erhältlich. Der Preis liegt bei recht günstigen 30,- Euro.

Fazit:
Nicht wirklich gut, nicht wirklich schlecht - Akte X: Resist Or Serve ist prinzipiell solide Hausmannskost, die aber nur eingeschworenen Fans der TV-Vorlage munden dürfte. Die freuen sich nämlich über die schöne Story und die gelungene Atmosphäre - und sehen über das auf Dauer ziemlich dröge Gameplay gnädig hinweg.  (tw)


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Links zum Artikel:
Vivendi Universal Games: http://de.vu-games.com

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