Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0406/31795.html    Veröffentlicht: 17.06.2004 11:39    Kurz-URL: https://glm.io/31795

Interview: Eben Moglen über die Zukunft der GPL (Teil 1)

Moglen: Microsofts Geschäftsmodell ist nicht überlebensfähig

Eben Moglen ist Professor für Recht und Rechtsgeschichte an der Columbia Law School in New York und unter anderem als Justiziar für die Free Software Foundation tätig. Golem.de sprach am Rande der Konferenz Wizards of OS 3 mit Moglen über die Zukunft der GNU General Public License (GPL), Microsoft sowie die Gefahren, die durch Trusted Computing und Softwarepatente für freie Software drohen. Moglens Ansichten über freie Netze, seine Forderung zur Freigabe des Frequenz-Spektrums, SCOs Feldzug gegen Linux und die Zukunft des US-Urheberrechts folgen im zweiten Teil unseres Interviews, der am Freitag, den 18. Juni 2004, erschienen ist.

Eben Moglen
Eben Moglen
Golem.de: In Ihrer Rede vor Harvard-Studenten im Februar sprachen Sie über etwas, das Schumpeter als "schöpferische Zerstörung" bezeichnet hat. Schumpeter argumentiert, dass dieses sicherstellt, dass Monopole, mit Ausnahme natürlicher Monopole, nur vorübergehende Erscheinungen sind. Denken Sie, dass das Microsoft-Monopol nur eine Episode in der Geschichte ist oder könnte es mit Hilfe von Trusted Computing zu einem natürlichen Monopol werden?

Eben Moglen: Ich glaube, dass die Idee natürlicher Monopole alles andere als bewiesen ist und ich denke nicht dass es möglich ist, ein natürliches Monopol auf Basis von Informationstechnologie zu errichten. Und ich denke sicherlich nicht, dass Microsoft dies erreicht hat. Die Lösung, wie sie richtig andeuten, ist, dass es sich klar um eine Situation handelt, die vorübergehen wird. Der Grund dafür, dass es sich nur um eine vorübergehende Situation handelt, begründet sich meiner Meinung nach in freier Software, also der Existenz einer kostengünstigeren Art, qualitativ bessere Güter herzustellen.

Nun ist die Tatsache, dass in einem freien Markt das Monopol wieder verschwinden wird, nicht hinrechend dafür, dass es das auch tun wird, denn es gab nie einen freien Markt. Aber ausschließlich private Rechte werden das Monopol nicht am Leben erhalten. Auch "Trusted Computing" wäre nicht genug oder wenn Intel Microsoft wieder vollständig unterstützen würde. Um das Monopol dauerhaft zu erhalten, müsste eine grundsätzliche Annahme politisch und ökonomisch wahr sein: Software müsste ein Produkt sein.

Aber Software wird im 21. Jahrhundert kein Produkt sein, sie wird ein Dienst sein. Microsoft versucht, eine politische Ökonomie zu erhalten, in der Software ein Produkt ist, Hardware ein Produkt ist und man diese beiden Produkte kombiniert, um ein System zu erhalten, das wiederum ein Produkt ist. Aber so funktioniert das nicht. IBM sieht das, Hewlett-Packard sieht das und sogar Sun Microsystems sieht das. Die Freie-Software-Bewegung steht für die Idee, dass Software ein Dienst ist, der gemeinschaftlich einem anderen im Tausch geleistet wird. Andere IT-Organisationen, wie diejenigen, die ich gerade erwähnt habe, möchten glauben, dass Software ein Dienst ist, den man verkaufen kann. Wir koexistieren mit diesen und reduzieren die Kosten, um das anzubieten, was sie anbieten wollen. Daher tolerieren sie und unterstützen sie ein wachsendes System, das Software als eine öffentliche Dienstleistung betrachtet - gemeinschaftlich verwaltet und gepflegt. Sie hoffen, einige proprietäre Dienste zu ergänzen, die sie mit einem Gewinn verkaufen können. Wir glauben, dieses Modell hat Überlebenschancen. Und wir denken, dass das von Microsoft inspirierte "Software-als-Produkt-Modell" nicht überleben kann. Hieraus resultiert nach unserer Meinung das kollektiv-zerstörerische Geschäft.

Golem.de: Ihr Kollege Lawrence Lessig setzt sich für freie Kultur ein und verfolgt dabei eine ähnliche Argumentation wie Sie. Lessig fordert aber eine Veränderung des Urherrechts. Könnte dies ein Problem für freie Software darstellen?

Moglen: Also, lassen Sie es mich so sagen: Die die Freiheit schützende Natur der GPL nutzt das existierende Urheberrecht. Würde das Urheberrecht morgen erlöschen, würde die GPL nicht mehr in der Art und Weise wirken, wie sie das derzeit tut. Insofern hängt die GPL vom Urheberrecht ab. Aber auf der anderen Seite wäre der Bedarf an der GPL, wenn das Urheberrecht morgen verschwinden würde, auch deutlich geringer, in keinem Fall aber bei null. Ich sage nicht, dass eine Welt ohne Urheberrecht eine ideale Welt für die Freiheit wäre, das wäre sie nicht. Aber die GPL versagt bei Abwesenheit eines Urheberrechts weniger, als dies Microsofts EULA tut.

Wenn das Ende des Urheberrechts kommen würde, wären wir besser dran als proprietäre Hersteller. Das wäre kein ideales Ergebnis für uns und auch nicht für sie. Freiheit ist haltbarer in Bezug auf Änderungen an der Stärke des Urheberrechts als andere Modelle. Das heißt nicht, dass die optimale Stärke im Bereich des Urheberrechts bei null liegt, aber wir können noch arbeiten, wenn sie null wäre. So wie wir heute in einem übermäßig starken Urheberrechtsregime arbeiten können. Wir sind nicht sonderlich empfindlich in Bezug auf Temperaturänderungen in diesem Bereich, die Musik- und Filmindustrie hingegen ist schrecklich empfindlich, was Änderungen in der Stärke des Urheberrechts angeht, denn ihr Modell ist nicht robust. Es beruht auf Annahmen, die nur dann halten, wenn sie ein rechtlich geschlossenes System stützt.

Wir hängen nicht sonderlich fest an einer bestimmten Ausgestaltung des Regimes. Das sieht man daran, dass wir weltweit mit nur einer Lizenz arbeiten. Die anderen können das nicht, denn sie benötigen viel mehr Kontrolle und können sich nicht auf das allgemeine und harmonisierte Urheberrecht nach "Bern" verlassen. Wir zeigen im Großen wie im Kleinen, dass unser Modell robust genug ist - man die Stärke des Urheberrechts von fast null bis hin zu enormem Schutz variieren kann und unser Modell funktioniert überall dazwischen.

Das optimale Urheberrechtssystem bedeutet aber, weder überhaupt kein Urheberrecht zu haben noch besteht es aus dem Urheberrecht, das wir heute haben. Das optimale System gibt es nirgends. Das ist in Ordnung, wir arbeiten überall. Das ist es, was freie Software so interessant macht - sie funktioniert bei schwachem Urheberrecht, bei starkem Urheberrecht und auch überall dazwischen.

Golem.de: Von Slashdot-Lesern nach der größten Gefahr für freie Software gefragt, nannten sie "Trusted Computing" die größte Gefahr für das Überleben freier Software. Könnten Sie das etwas genauer erklären?

Moglen: Unfreie Hardware ist etwas Schlechtes und sie kann großen Schaden anrichten - auf die gleiche Art und Weise, wie dies Softwarepatente tun können. Ich sage nicht, es ist keine Gefahr, ich sage, es stellt eine ernsthafte Gefahr dar, die wir aber erfolgreich meistern werden.



Golem.de: Sie haben unter Verweis auf Paragraf 7 der GPL gewarnt, patentierte Technologien in W3C-Standards zu integrieren. Schützt Paragraf 7 der GPL freie Software vor Softwarepatenten?

Moglen: Nein, nein, nein. Paragraf 7 der GPL spielt eine wichtige Rolle, um dafür zu sorgen, dass Software nicht freier wirkt als sie ist. Was Paragraf 7 der GPL aber prinzipiell sagt ist: Wenn du weißt, dass eine Software, die du veröffentlichen willst, auf Grund von Patenten oder aus anderen Gründen nicht so frei ist wie sie aussieht - nicht wenn du dies vermutest, sondern wenn du es auf Grund eines Urteils oder einer Patentlizenz weißt -, dann kannst du nicht jedem die Freiheit geben, welche die GPL verspricht und daher die Lizenz nicht nutzen. Es ist eine Art Input-Filter für den Strom freier Software, darauf ausgelegt zu verhindern, dass Code einfließt, von dem die Person, die ihn veröffentlicht, weiß, dass der Code nicht so vollkommen frei ist wie es die Lizenz sagt. Es ist eine Art Schutz der Marke. Wenn etwas frei aussieht und unter der GPL verbreitet wird, dann glaubt die Person, die dies in Umlauf gebracht hat, dass es so frei ist wie es scheint. Wenn du wüsstest, dass es nicht frei wäre, dann hättest du die Lizenz von vornherein nicht benutzen können. Das ist es, was Paragraf 7 leistet.

Das hat also einige einzelne Implikationen, die wertvoll sind. Beispielsweise schützt die Klausel vor dem Diebstahl einzelner Teile bei Patentstreitigkeiten. Sagen wir beispielsweise, Microsoft erhält ein Patent, das sie gegen freie Software - GCC - einsetzen. Und nehmen wir an, IBM sagt: "Nun das ist in Ordnung, wir brauchen uns darüber keine Sorgen machen, wir besitzen mit jedem ein Patent-Austausch-Abkommen, also schließen wir eine Vereinbarung mit Microsoft, die es uns erlaubt, ihre Patente zu nutzen." Paragraf 7 der GPL sagt nun: "Nein, das dürfen sie nicht". Denn sobald sie die Patentlizenz erst einmal akzeptiert haben, dürfen sie GCC nicht mehr unter der GPL vertreiben. Schließlich haben die die Pflichten der Lizenz akzeptiert. Wenn sie GCC aber nicht mehr unter der GPL vertreiben können, dann können sie GCC gar nicht mehr vertreiben, denn GCC kann nur unter der GPL vertrieben werden.

Paragraf 7 spielt also eine Rolle in Bezug darauf, wie Menschen mit Patentproblemen bei freier Software umgehen. Dies stellt sicher, dass wir alle zusammenstehen und keinen eigenen Weg gehen können. Das ist sehr hilfreich bei Softwarepatenten, denn es stellt sicher, dass jeder, der mit uns anfängt, auch mit uns aufhört. Niemand kann mittendrin aussteigen und einen Deal auf eigene Kappe machen.

Golem.de: Reicht das, um die Gefahr, die Softwarepatente für freie Software darstellen, zu überwinden?

Moglen: Nein, das überwindet Softwarepatente in keinem Fall. Deshalb verwendet Richard Stallman so viel Zeit, um gegen Softwarepatente vorzugehen. Die Gefahr ist real. Die Mechanismen, die wir verwenden, um gegen Softwarepatente vorzugehen, sind unterschiedlich, sie reichen von politischer Mobilisierung, wie es sie vor allem in Europa gibt, über harte Verhandlungen mit Leuten über die Patente, die sie halten. In der Regel sind diese Patente aus unserer Sicht nichtig und wir fragen die Leute, ob sie sich wirklich mit uns anlegen und riskieren wollen, einige ihrer Patente zu verlieren.

Wir haben also eine politische Mobilisierung und eine Struktur, um Patente anzugreifen, die wir für schwach halten. Lassen sie mich ein Beispiel geben: Microsoft behauptet, dass sie sechs Patente halten, die das FAT-Dateisystem abdecken. Und sie haben angekündigt, Geld von Herstellern von Compact-Flash-Karten sowie von Digitalkamera-Herstellern zu fordern, die Karten mit FAT formatieren. Und vielleicht sagen sie demnächst auch, dass sie nicht wollen, dass der Linux-Kernel auf das MS-DOS-Dateisystem zugreifen und dieses beschreiben kann, ohne dass Lizenzgebühren dafür fällig werden.

Wir nutzen dabei in den USA eine Non-Profit-Organisation namens "Public Patent Foundation", die ich mitgegründet haben. Wir haben das US Patent- und Markenamt gebeten, die Gültigkeit eines dieser Patente erneut zu überprüfen. Wir beginnen zunächst recht zurückhaltend, werden den Druck aber möglicherweise erhöhen, um eines dieser Patente auszuhebeln. Dieses Patent ist unserer Meinung nach vollkommen ungültig und wir denken zu wissen, wie man es angreifen muss. Nicht nur um dieses Patent loszuwerden, nicht nur, um es Microsoft schwerer zu machen, um auf Basis des FAT-Dateisystems gegen Linux vorzugehen, sondern auch, um Microsoft zu zeigen, dass es ihnen Kosten verursacht. Wenn sie versuchen, Patente gegen freie Software durchzusetzen, werden sie einige Patente verlieren. Und wenn du anfängst, Patente zu verlieren, werden andere denken, dass deine Patente verwundbar sind und es wird dir insgesamt schwerer fallen, deine Patente zu versilbern.



Golem.de: Und Trusted Computing?

Moglen: Trusted Computing ist, wie auch das Patentsystem, ein möglicher Killer für das, was wir tun. Aber wir haben Ressourcen, um damit umzugehen. Ich meine nicht, dass wir gewinnen müssen, auch wenn ich hier auf der Konferenz sagte, dass ich glaube, dass wir den Kampf um freie Hardware gewinnen werden. Ich glaube, dass sich Hardware, die nicht das tut, was die Leute wollen, die sie gekauft haben, nicht langfristig durchsetzt. Denn die Verbraucher verstehen das. Sie wollen keinen Fernseher, der auf den Kanal umschaltet, den Herr Murdoch ihnen aufzwingen will. Und sie wollen keinen Computer, auf dessen Daten sie nie wieder Root-Zugriff erlangen.

In Bezug auf Trusted Computing und das Patentproblem werden wir das, was eine unumkehrbare Gefahr werden könnte, zu einem Risiko machen, mit dem wir leben können.

Golem.de: Die Apache-Lizenz hat ihre Lizenz überarbeitet und unter anderem eine Patent-Abwehrklausel eingefügt. Laut FSF ist die neue Apache-Lizenz nun aber inkompatibel zur GPL?

Moglen: Nein, das ist genau andersherum. Die alte Apache-Lizenz war sogar viel weniger kompatibel. Sowohl die Apache Software Foundation als auch die Free Software Foundation betrachten Kompatibilität als etwas sehr Wichtiges. Allerdings erlaubt die Apache Foundation mit Apache etwas, das wir mit GPL-Programmen nicht zulassen. Apache will nämlich, dass ihr Code in proprietäre Programme integriert werden kann. Daher muss die Apache License letztendlich der LGPL ähnlicher sein als der GPL. IBM und viele andere wollen das auch.

Was wir also brauchen ist eine Lizenz, die sowohl zu freien Softwarelizenzen wie der GPL kompatibel ist als auch zu freien Softwarelizenzen wie Apache. Der Code kann dann vorwärts und rückwärts wandern, zwischen einem sehr wichtigen Webserver, dem besten weltweit, und anderen Arten freier Software, zwischen denen Code getauscht werden sollte. Wir nähern uns dem an.

Die Apache-Lizenz 2 ist in vielerlei Hinsicht weniger inkompatibel mit der GPL. Aber Sie haben Recht, als ich die Apache Lizenz 2 kommentierte, sagte ich, dass ein großer Bereich der Inkompatibilität bleibt - der Schutz gegenüber Patenten. Also die Art, wie wir uns gegen die Patente anderer zur Wehr setzen wollen. Bei der Apache Lizenz 2 hat man einen Schutzmechanismus gewählt, der in der aktuellen Version der GPL so nicht vorkommt. Da diese Klausel in der aktuellen Version der GPL nicht vorkommt, sind die beiden Lizenzen inkompatibel. Denn die GPL erlaubt keine Erweiterungen.

Wir wissen, dass wir in der GPL Version 3 etwas tun werden, dass sich von dem unterscheidet, was wir in der GPL Version 2 machen. Wir sind aber nicht sicher, was das sein wird. Wenn wir den gleichen Ansatz wählen wie Apache, was möglich ist, dann wären die Lizenzen kompatibel. Wenn wir einen anderen Ansatz wählen, dann hoffen wir, dass Apache über unseren Ansatz nachdenken wird und sich die beiden Lizenzen dann wieder einander annähern.

Golem.de: Heißt das, die GPL Version 3 könnte zur GPL Version 2 inkompatibel sein?

Moglen: Nein, wegen der Lizenz-Wandlungsklausel in GPL-Paragraf 10, der besagt, dass die Lizenz sich verändern kann; es sei denn, Leute haben ihre Werke explizit unter der GPL Version 2 veröffentlicht, wie es beispielsweise Linus Torvalds mit dem Linux-Kernel getan hat. Aber es gibt auf Grund des Paragrafs 10 kein grundsätzliches Problem einer inhärenten Inkompatibilität zwischen verschiedenen Versionen der GPL. Die GPL Version 3 wird sich zwar von der Version 2 unterscheiden, aber nicht inkompatibel sein.



Golem.de: Es wird aber wohl noch etwas dauern, bis die GPL Version 3 fertig ist, oder?

Moglen: Ich würde sagen, wir sind zu 95 Prozent fertig. Doch die letzten fünf Prozent sind hart, denn es gibt zwei Probleme: Eines ist Trusted Computing. Die eigentliche Schwierigkeit ist aber, dass es im Jahr 1991, als die Version 2 der GPL veröffentlicht wurde, keine große Community gab, mit der sie hätte diskutiert werden müssen. Mister Stallman hat die beste Lizenz gemacht, die er machen konnte. Er hat sie der ganzen Welt gegeben und die Leute haben sie benutzt.

In den letzten 13 Jahren hat sich aber viel geändert. Es gibt milliardenschwere Unternehmen in der ganzen Welt, die - wie auch die individuellen Entwickler und alle Regierungen - versuchen, die GPL in ihrem Sinne zu verändern.

Wenn wir also die nächste GPL-Version erstellen, werden wir in einen globalen Gesetzgebungsprozess eingebunden sein, der Entwickler freier Software in Kasachstan ebenso einschließt wie IBM, Fujitsu, Nokia, Motorola oder auch die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die brasilianische Regierung - die ganze Welt interessiert das jetzt.

Golem.de: Worin werden also die größten Unterschiede zwischen der aktuellen und der kommenden GPL-Version liegen?

Moglen: Der größte Unterschied zwischen der GPL Version 2 und der GPL Version 3 wird nicht sein, was die Lizenz sagt, auch wenn es Unterschiede in den Lizenzen geben wird. Der größte Unterschied wird die Art und Weise sein, auf die die Lizenz zu Stande kommt. Das was 1991 passiert ist, wird mit dem, was 2005 oder 2006 passieren wird, nicht zu vergleichen sein.

Das ist etwas, das SCO verändert hat. Denn solange SCO klagt und meint, die aktuelle Version der GPL ist ungültig, werden wir keine neue veröffentlichen, denke ich. Das würde zu sehr danach aussehen, als würden wir mit ihnen übereinstimmen und die Lizenz korrigieren. Daher wird es eine GPL Version 3 wohl erst dann geben, wenn mit der Lizenz selbst etwas Ernsthaftes geschieht oder die SCO-Verfahren hinter uns liegen. Sobald klar ist, dass die GPL-Version 2 nicht länger in Gefahr ist, kann die GPL 3 in Angriff genommen werden.  (ji)


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Free Software Foundation (.org): http://www.fsf.org

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