Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0404/30670.html    Veröffentlicht: 07.04.2004 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/30670

Spieletest: R Racing - Neuer Titel der Ridge-Racer-Macher

Spiel für Xbox, PlayStation 2 und GameCube erhältlich

DTM Race Driver von Codemasters gehörte mit zu den ersten Rennspielen, die sich aus der Masse vergleichbarer Titel mit einer Hintergrundgeschichte herausheben wollten. R Racing von Namco geht einen ähnlichen Weg - und präsentiert dem Spieler eine das Renngeschehen umrahmende Story, die vor Klischees und schmierigen Soap-Opera-Momenten nur so strotzt.

Der Spieler schlüpft in die Rolle der jungen und natürlich unglaublich gut aussehenden Japanerin Rena, die ihren Lebensunterhalt mit dem Kutschieren eines Krankenwagens verdient. Eines Tages wird sie dabei von einem Motorsport-Teamchef begleitet - und als der sieht, mit welcher Geschwindigkeit und Reaktionsschnelle sie das Blaulicht-Vehikel durch die engen Gassen der Großstadt lenkt, bietet er ihr natürlich sofort die Möglichkeit an, Mitglied in seinem Team zu werden. Es folgen zahlreiche Trainingsrunden und der mühsam erkämpfte Aufstieg im Rennzirkus - bis man am Ende schließlich ein gefeierter Superstar auf der Piste ist.

Screenshot #1
Screenshot #1
All dies wird in sehr hübsch anzusehenden, aber immens pathetisch vorgetragenen Zwischensequenzen erzählt, die dem eher drögen Spielablauf aber immerhin einiges an Abwechslung verpassen. Auf der Strecke ist von dem ganzen Glamour nämlich leider nicht mehr viel zu sehen: Die 36 Fahrzeuge sehen ebenso wie die unterschiedlichen Stadt-, Rund- und Landschaftskurse eher durchschnittlich aus; ein wirklicher Geschwindigkeitsrausch stellt sich trotz mangelnder Details leider dennoch nicht ein.

Screenshot #2
Screenshot #2
Immerhin darf man sich in unterschiedlichen Rennarten beweisen - neben eher typischen Platzierungswettkämpfen auf dem Asphalt gilt es auch, Rallye-Strecken oder Drag-Wettbewerbe erfolgreich zu beenden. Hat man im Story-Modus neue Strecken und Autos freigespielt, lassen sich diese in anderen Spiel-Modi selbstverständlich auch nutzen - wer nur ein schnelles Rennen zwischendurch will, muss also nicht im Story-Modus bleiben.

Screenshot #3
Screenshot #3
Zahlreiche Upgrades und Tuning-Möglichkeiten lassen einem zwischen den Rennen zwar ein wenig am Auto schrauben, sonderlich viel Einfluss nimmt dies aber auf das Renngeschehen nicht. Ohnehin ist der Schwierigkeitsgrad recht niedrig: Standardmäßig ist die aktive Bremshilfe eingestellt, so dass man prinzipiell immer den Finger auf dem Beschleunigungs-Button lassen kann. Erst wenn man in den Optionen diese Funktion deaktiviert hat, wird auch etwas mehr Feingefühl beim Bremsen und dem Lenken in Kurven erforderlich.

Screenshot #4
Screenshot #4
R Racing ist für Xbox, PlayStation 2 und GameCube im Handel erhältlich; die Versionen unterscheiden sich kaum voneinander. GameCube-Besitzern wird allerdings ein zusätzlicher Kaufanreiz geboten: In der DVD-Verpackung findet sich zusätzlich der witzige Titel Pac-Man Vs., der es erlaubt, über eine Verbindung von Game Boy Advance und GameCube via Linkkabel gegeneinander anzutreten. Der erste Spieler darf den Hauptcharakter Pac-Man auf dem Game Boy Advance steuern. Bis zu drei weitere Spieler versuchen, ihn in der Rolle der Geister auf dem GameCube zu fangen. Derjenige Spieler, dem das gelingt, übernimmt in der nächsten Runde selbst die Rolle des Pac-Man.

Fazit:
Da haben sich die für die gelungene Ridge-Racer-Reihe bekannten Entwickler von Namco nicht gerade mit Ruhm bekleckert: R Racing ist zwar kein wirklich schlechter Titel, bietet aber kaum mehr als jedes andere durchschnittliche Rennspiel - und kann zudem auch hinsichtlich der Präsentation kaum überzeugen. Von der Qualität solcher Platzhirsche wie Project Gotham Racing 2 oder Gran Turismo ist man jedenfalls meilenweit entfernt - gute Kaufargumente für dieses Spiel wird man also nur schwerlich finden.  (tw)


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Links zum Artikel:
Electronic Arts: http://www.electronicarts.de/
Namco (.com): http://www.namcoarcade.com/

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