Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0403/30369.html    Veröffentlicht: 18.03.2004 11:00    Kurz-URL: https://glm.io/30369

NASA kann Gedanken lesen

System setzt "Subvokale Sprache" in Worte um

Mit kleinen Sensoren am Kinn und beiden Seiten des Adamsapfels wollen NASA-Forscher Worte hörbar machen, noch bevor sie gesprochen werden. Die Sensoren registrieren Nervensignale und senden diese an einen Prozessor, der sie über ein Computer-Programm in Worte umsetzt.

Diese "Subvokale Sprache" will die NASA unter anderem in Raumanzügen einsetzen, aber auch an anderen lauten Orten wie z.B. Flughäfen. Ebenfalls könnte sie zur Verbesserung herkömmlicher Spracherkennung zum Einsatz kommen.

Sensoren an Kinn und Adamsapfel
Sensoren an Kinn und Adamsapfel
Analysiert werden Signale, die auch dann auftreten, wenn eine Person nur unhörbar für sich selbst spricht, ohne dabei die Lippen zu bewegen, also Sätze, die man eher denkt als spricht. In ersten Experimenten haben die Forscher bei der Erkennung von sechs Worten und zehn Ziffern eine Erkennungsgenauigkeit von 92 Prozent erzielt.

Damit aber nicht genug, die Wissenschaftler arbeiten derzeit an neuen kontaktlosen Sensoren, die in der Lage sein sollen, die Muskelbewegungen auch durch Kleidung hinweg zu erkennen. Zudem will man zeigen, wie sich beispielsweise der Mars Rover mit der "Subvokalen Sprache" steuern lässt.  (ji)


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NASA (.gov): http://www.nasa.gov

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