Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0403/30254.html    Veröffentlicht: 15.03.2004 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/30254

Spieletest: Team Sabre - Add-On zu Black Hawk Down

Elf neue Missionen für den Taktik-Shooter

Im Frühling 2003 erfreuten die Entwickler von Novalogic Anhänger der Delta-Force-Reihe mit der Veröffentlichung von Black Hawk Down - einem in Somalia angesiedelten Taktik-Shooter, der mit grandioser Präsentation auftrumpfte, hinsichtlich der KI allerdings einige Mängel offenbarte. Wer das Programm erfolgreich zu Ende geführt hat, bekommt mit dem Add-On "Team Sabre" nun elf neue Missionen geboten.

Der Schauplatz wird diesmal gewechselt - man ist nicht mehr länger in Somalia aktiv, sondern bekämpft einen Drogenbaron in Kolumbien und Terroristen im Iran. Die Missionsziele sind dabei gewohnt abwechslungsreich - mal müssen Geiseln befreit und eskortiert werden, dann soll ein iranischer Flugplatz erobert oder die Crew eines abgestürzten Helikopters sicher geborgen werden. In einer Mission darf man zudem die Rolle eines Agenten des britischen Special Air Service übernehmen.

Screenshot #1
Screenshot #1
Natürlich stellt man sich auch in Team Sabre den Aufgaben nicht alleine, sondern hat immer ein von der CPU gesteuertes Team an weiteren Spezialkämpfern zur Seite. Wie im Hautprogramm treiben die einen zeitweilig aber zum Wahnsinn, indem sie urplötzlich ihre Deckung aufgeben und den Gegnern direkt vor das Mündungsfeuer laufen. Fairerweise brillieren aber auch die Kontrahenten nicht gerade mit ihrer Intelligenz, so dass man öfter das Gefühl hat, nicht nur mit, sondern auch gegen KI-Ausfälle anzutreten.

Screenshot #2
Screenshot #2
Einfach ist Team Sabre allerdings trotz der Intelligenzmängel beileibe nicht - vor allem die begrenzte Anzahl an Speicherplätzen sorgt dafür, dass man bestimmte Passagen immer wieder ausprobieren muss, aber auch einige unfaire Stellen müssen leider überwunden werden. Auch ohne diese Wiederholungen ist die Länge des Add-Ons löblich: Zwischen 13 und 15 Stunden wird man als halbwegs geübter Shooter-Spieler brauchen, um alle Aufträge erfolgreich zu beenden. Nach der Kampagne sorgt zudem der fünf neue Umgebungen bereithaltende Multiplayer-Modus für gewohnt unterhaltsame Mehrspieler-Schlachten.

Screenshot #3
Screenshot #3
Wie schon im Vorgänger sorgen zahlreiche gescriptete Ereignisse immer wieder für eine sehr dichte, filmartige Atmosphäre; allerdings sind die unzähligen Explosionen und Action-Sequenzen eher unterhaltsam mit anzusehen als wirklich realistisch. Auch ein Jahr nach der Veröffentlichung hat die Grafik-Engine des Hauptprogramms nicht viel von ihrer Qualität eingebüßt, Team Sabre sieht also über weite Strecken wirklich sehr gut aus.

Screenshot #4
Screenshot #4
Das Add-On hat eine USK-Einstufung von 16 Jahren erhalten und ist im Handel zum Preis von etwa 25,- Euro erhältlich. Wer das Hauptprogramm noch nicht besitzt, kann auch das Black Hawk Down Gold Pack erwerben, das neben der Vollversion auch das Team Sabre beinhaltet und etwa 50,- Euro kostet.

Fazit:
In Sachen KI haben die Entwickler die Probleme des Hauptprogramms leider nicht ausgemerzt - immer noch ärgert man sich bisweilen über nicht nachvollziehbare Aussetzer der Kontrahenten oder gar der eigenen Kollegen. Die einmal mehr beeindruckende Inszenierung macht die elf recht schwierigen Kampagnen trotzdem zu einer sehr spannenden und abwechslungsreichen Angelegenheit - wer also das Hauptprogramm mochte, wird auch an den neuen Schauplätzen begeistert mitmischen.  (tw)


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Links zum Artikel:
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Novalogic (.com): http://www.novalogic.com

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