Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0403/30167.html    Veröffentlicht: 10.03.2004 09:25    Kurz-URL: https://glm.io/30167

FileMaker-Pro-7-Produktfamilie steht in den Startlöchern

Neue Architektur und 100 neue Funktionen

FileMaker hat die Version 7 seiner Datenmanagement-Software FileMaker Pro angekündigt. Die neue FileMaker-7-Produktfamilie wird neben FileMaker Pro 7 aus folgenden Komponenten bestehen: FileMaker Developer 7, FileMaker Server 7, FileMaker Server 7 Advanced und FileMaker Mobile 7.

Mit FileMaker Pro 7 kann der Anwender jegliche Dateitypen - wie beispielsweise PDF-, Microsoft-Word-, Excel-, PowerPoint-, Bild-, Video- oder Musikdateien - in die neuen flexiblen Container-Felder importieren und speichern sowie aus ihnen exportieren. Neu ist auch die Möglichkeit, innerhalb ein- und derselben Datenbank mehrere Fenster zu öffnen, wodurch der Anwender gleichzeitig unterschiedliche Ansichten derselben Daten wählen kann.

FileMaker Pro 7, für Windows und MacOS X, wurde im Kern neu entwickelt und basiert auf einer relationalen Architektur. Die neue grafische Oberfläche bietet dem Nutzer eine visuelle Darstellung der Strukturen seiner Datenbank und er kann Relationen durch Ziehen von Linien zwischen einzelnen Tabellen erstellen und modifizieren.

Die Datenkapazität in FileMaker Pro 7 wurde auf acht Terabytes pro Datei ausgeweitet - 4.000-mal mehr als unter FileMaker Pro 6. Textfelder speichern jetzt bis zu zwei Gigabytes, unter FileMaker 6 waren es noch etwa 64.000 Bytes.

Es werden nun 30 Vorlagen mitgeliefert, wie zum Beispiel Anlagenverwaltung, Kontaktmanagement, Inventarlisten, Ausgabenverwaltung, Produktkataloge und Dokumentenmanagement, die ohne vorhergehende Programmierung direkt eingesetzt werden können. Dazu kommt ein vereinfachtes Instant Web Publishing, das nach Herstellerangaben auch ohne HTML-Kenntnisse mit über 70 Script-Befehlen unter der FileMaker-Oberfläche zu erledigen ist.

Die deutschsprachige Version von FileMaker Pro 7 soll ab Ende März 2004 ausgeliefert werden, die englischsprachige Version ist sofort verfügbar.

FileMaker Developer 7 beinhaltet Neuerungen zur effizienteren Entwicklung und Pflege der Datenbanken. Hierzu zählen zum Beispiel die Möglichkeit, eigene Funktionen zu entwickeln und diese in unterschiedlichen Tabellen zu verwenden sowie der verbesserte Datenbank-Report und Script-Debugger.

Die Architektur des FileMaker Server wurde komplett überarbeitet: Die neue Version 7 soll Millionen von Datentabellen hosten können und Leistungsfähigkeit von Festplatten-Speichersystemen und Multi-CPU-Servern für sich nutzen können (MacOS X, MacOS X Server, Windows 2000 und Windows 2003 Server). Darüber hinaus wird man Live Backups von Daten vornehmen können, ohne hierfür die Nutzer bei der Arbeit unterbrechen zu müssen. Außerdem werden externe Authentifizierungsmechanismen auf Basis von Active Directory und Open Directory unterstützt. FileMaker Server 7 soll im Frühsommer 2004 verfügbar sein.

Der FileMaker Server 7 Advanced - das Nachfolgeprodukt von FileMaker Pro 6 Unlimited - wird eine Erweiterung des FileMaker Server 7 darstellen. Mit dieser Web-Server-Applikation soll man seine Lösungen via Instant Web Publishing online veröffentlichen oder Webseiten mit XML und XSLT erstellen können. Die Software soll ODBC und JDBC unterstützen. FileMaker Server 7 Advanced soll bis zu 250 gleichzeitige FileMaker-Pro-Verbindungen und mit Instant Web Publishing bis zu 100 gleichzeitige Web-Verbindungen ermöglichen. Auch der FileMaker Server 7 Advanced wird im Frühsommer 2004 erwartet.

Mit der mobilen Anwendung FileMaker Mobile 7, die eigens für PalmOS- und Pocket-PC-Handhelds (Unterstützung von PalmOS 5 und Windows Mobile 2003) entwickelt wurde, soll man in FileMaker abgelegte Informationen auch unterwegs nutzen können. Neu wird auch die Unterstützung von FileMaker-Pro-basierten Runtime-Applikationen sein. Auch auf dieses Produkt der FileMaker-Familie muss man bis Frühsommer 2004 warten.

FileMaker Pro 7 soll 349,- Euro kosten (Upgrade-Preis 179,- Euro), während der FileMaker Developer 7 für 599,- Euro angeboten wird (Upgrade-Preis 499,- Euro). Für den FileMaker Server 7 wird man knapp 1.000,- Euro bezahlen müssen, der Upgrade-Preis wird mit 499,- Euro angegeben.

Für den FileMaker Server 7 Advanced werden 2.499,- Euro fällig (Upgrade von Server 7: 1.500,- Euro). Der FileMaker Mobile 7 wird 69,- Euro kosten, ein Upgrade-Preis steht noch nicht fest.

Für einen begrenzten Zeitraum bietet FileMaker Inhabern früherer FileMaker-Versionen eine "Upgrade Promotion" an. Bis zum 17. September 2004 haben auch Besitzer von FileMaker Pro 2.1, 3.0, 4.x und 5.x die Möglichkeit, FileMaker Pro 7 zum gleichen günstigen Upgrade-Preis in Höhe von 179,- Euro zu erwerben. Danach gilt dieser günstige Upgrade-Preis nur noch für Inhaber von FileMaker-Pro-6-Lizenzen.  (ad)


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