Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0403/30116.html    Veröffentlicht: 08.03.2004 09:16    Kurz-URL: https://glm.io/30116

Ricoh bringt neuen Weitwinkel-Nachfolger der Caplio G4 Wide

Caplio RX mit 3,6fach-Zoom

Ricoh hat mit der Caplio RX den Nachfolger der Ricoh Caplio G4 Wide vorgestellt. Die Kamera ist im Vergleich zum Vorgänger nun mit einem 3,6fach-Zoom ausgestattet, das einen Brennweitenbereich von 28 bis 100 mm bei F3,1 bis F5,8 aufweist. Der Vorgänger kam nur bis 85 mm. Darüber setzt auf Wunsch ein 3,4fach-Digitalzoom ein. Wie schon die G4 verwendet auch die RX einen 3,24-Megapixel-Sensor.

Von Ricoh wird neben dem erweiterten Zoom-Bereich vor allem die Geschwindigkeit der Kamera herausgehoben. Die enorm kurze Auslöseverzögerung liegt bei nur 0,12 Sekunden inklusive Scharfstellung, die Aufnahmebereitschaft soll schon nach 0,9 Sekunden erreicht sein. Der Makrobereich der Kamera geht wie gehabt bis zur Nahgrenze von einem Zentimeter herunter und ermöglicht es, kleine Objekte bildfüllend aufzunehmen.

Auf der Kamerarückseite befindet sich nun ein größeres TFT-Farbdisplay mit einer Diagonalen von 1,8 Zoll, das leider wie bisher nur eine Auflösung von 80.000 Pixeln besitzt.

Ricoh Caplio RX - Vorderseite
Ricoh Caplio RX - Vorderseite
Die Fokussierung erfolgt über einen hybriden Autofokus, wahlweise auch manuell oder in einer Schnappschusseinstellung. Neu ist die AF-Zielfunktion, mit der man ein kleines Fadenkreuz mit den Cursor-Tasten der Kamera auf dem Display bewegen kann, um den Scharfstellungspunkt festzulegen - ohne den Motivausschnitt zu verändern oder die Kamera zu bewegen.

Die Belichtungsmessung wird mit einer Programm-Automatik erledigt, die mittenbetonte Messungen, eine Spot- sowie eine 256-Felder-Mehrfeld-Messung erlaubt.

Die Verschlusszeiten liegen zwischen 1/2000 bis 8 Sekunden und die einstellbare Empfindlichkeit rangiert zwischen ISO 125, 200, 400 und 800. Eine automatische Abstimmung der Empfindlichkeit ist ebenfalls möglich. Der Weißabgleich erfolgt wahlweise automatisch oder manuell bwz. anhand von einigen Voreinstellungen für Tageslicht, bedeckten Himmel, Glühlampenbeleuchtung und Leuchtstofflicht.

Die Caplio RX bietet sechs Motiv-Funktionen: Porträt, Sport, Landschaft, Nachtszenen, Text und hohe Empfindlichkeit. Der letztgenannte Modus bewirkt zudem eine Displayaufhellung, um bei schwachem Umgebungslicht die Ausschnittwahl und Bildgestaltung zu erleichtern.

Ricoh Caplio RX - Rückseite
Ricoh Caplio RX - Rückseite
In der Serienbildfunktion nimmt die Kamera innerhalb von zwei Sekunden 16 Aufnahmen in eine einzelne Datei auf. Bei der Wiedergabe lassen sich die Aufnahmen einzeln vergrößern - blättert man die 16 Bilder rasch vorwärts oder rückwärts durch, ergibt sich der Eindruck einer Animation. Mit der Standard-Serienbildfunktion entstehen bei gedrücktem Auslöser normale Fotos in Intervallen von 0,3 Sekunden. Die Kamera verfügt über einen Selbstauslöser mit einer Verzögerung von 2 oder 10 Sekunden. Der eingebaute Miniblitz kann das Umfeld bis zu 3 Meter ausleuchten.

Videos kann man ebenfalls machen - mit Ton und 320 x 240 Pixel Auflösung und solange der Platz auf der Karte reicht. Die Digitalkamera speichert ihre JPEGs (Exif 2.2, DCF, DPOF) auf SD-Memory-Cards oder ihrem internen 8-MByte-Speicher. Die Datenübertragung erfolgt wie auch bei den Vorgängern per USB-1.1-Schnittstelle. Zudem unterstützt die Kamera den herstellerübergreifenden PictBridge-Standard für den Direktdruck, so dass Fotos auch auf entsprechenden Druckern ohne Umweg über den PC möglich sind.

Die Stromversorgung wird mit zwei AA-Akkus oder einem Lithium-Ionen-Akku realisiert. Wärend man mit AA-Akkus nur ca. 150 Bilder machen kann, soll der Lithium-Ionen-Akku bis zu 400 Aufnahmen pro Ladung erlauben.

Die Ricoh Caplio RX misst 111,6 x 29 x 56 mm und ist damit deutlich dünner als die G4-Modelle, die noch 36,4 mm stark waren. Das Gewicht liegt bei 165 Gramm.

Caplio RX in Silber und Schwarz
Caplio RX in Silber und Schwarz
Die Kamera soll ab Ende März 2004 erhältlich sein. Ob das Gerät wie in den USA angekündigt auch in Europa wahlweise in Schwarz und Silber erhältlich sein wird, ist unbekannt. Ein europäischer Preis steht noch aus, während die Kamera in Japan für umgerechnet 390,- Euro angekündigt wurde.  (ad)


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