Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0401/29357.html    Veröffentlicht: 21.01.2004 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/29357

Buch: Joystick - Die Geschichte der Game-Controller

Skurrile, historische und aktuelle Eingabegeräte aus über 30 Jahren

Im November 2003 kündigte der Gameplan-Verlag mit dem Buch "Joysticks" eine umfassende Chronologie der Game-Controller an. Mittlerweile liegt uns das 144 Seiten starke Werk vor - und weiß mit viel Liebe zum Detail und zahlreichen Hintergrundinformationen durch und durch zu gefallen.

Geschrieben wurde das Buch von den beiden Spiele-Journalisten Winnie Forster und Stephan Freundorfer, die nach eigenen Angaben hier die "besten, skurrilsten und gewagtesten Controller aus über 30 Jahren Computer- und Videospielgeschichte" präsentieren. Die meisten Controller bekommen dabei jeweils eine komplett farbige Seite spendiert, auf der neben einem großen Bild des jeweiligen Sticks auch ein meist drei bis vier Absätze langer, in fast allen Fällen sehr fundierter Text zu finden ist. Die Autoren gehen dabei nicht nur auf die jeweiligen Vor- und Nachteile der jeweiligen Eingabegeräte ein, sondern äußern sich auch zur Popularität, den Anwendungsmöglichkeiten, den Anschlussoptionen und dem Material. Hinzu kommt eine - freilich äußerst subjektive - Bewertung auf einer Skala von 1 bis 5.

Ausschnitt aus dem Buch
Ausschnitt aus dem Buch
Erfahrene Videospieler werden kaum ein ihnen in den vergangenen Jahrzehnten untergekommenes Steuerinstrument vermissen: Angefangen bei den frühen Atari-VCS-Controllern über die Mäuse und Joysticks für Heimcomputer-Systeme wie Amiga und Atari ST, die frühen Videospielkonsolen-Pads von Sega, Nintendo und Co. bis hin zu den aktuellen GameCube-, Xbox- und PS2-Controllern ist nahezu alles vertreten. Auch Kuriositäten bekommen ihren Raum - Samba-Sticks, Arcade-Pads in Spielhallen-Größe und aktuelle Geräte wie der Riesen-Stick zu Steel Battalion bekommen ihren Platz eingeräumt. Viele Bilder wecken Erinnerungen an glorreiche Spiele-Abende in den achtziger und neunziger Jahren, andere Abbildungen wiederum sorgen ob ihrer Obskurität für ein nicht geringes Grinsen.

Abgeschlossen wird das Buch von einem kurzen, aber sehr informativen Technik-Teil, in dem Daten wie Kabellänge, Tastenanzahl und Gewicht aufgeführt sind. Zudem wird auch kurz darauf eingegangen, wie sich Joystick-Oldies an aktuellen Plattformen nutzen lassen.

Zum Preis von 17,80 Euro erhält man somit ein sehr liebevoll aufgemachtes, informatives und professionell gestaltetes Nachschlagewerk, dass jedem langjährigen Spieler zweifellos viel Spaß bereiten dürfte.  (tw)


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