Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0311/28496.html    Veröffentlicht: 14.11.2003 10:10    Kurz-URL: https://glm.io/28496

Nintendo schreibt rote Zahlen

Verluste auf Grund starken Yens und schwacher Konsolen-Verkäufe

Der japanische Videospielhersteller Nintendo musste für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres erstmals in der Unternehmensgeschichte Verluste bekannt geben. Im am 20. September 2003 zu Ende gegangenen Halbjahr verzeichnete man einen Verlust von 2,89 Milliarden Yen (etwa 22,8 Millionen Euro). Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres hatte man noch einen Gewinn von 19 Milliarden Yen (150 Millionen Euro) vermelden können.

Beim Umsatz registrierte man einen Zuwachs von 1,6 Prozent auf jetzt 211,4 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro). Die Zahlen entsprechen in etwa dem, was Nintendo vor etwa einem Monat bereits als Schätzung ausgegeben hatte. Als Grund für die enttäuschenden Zahlen nennt man unter anderem die derzeitige Stärke des Yen sowie die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Verkäufe des GameCube; der Game Boy Advance hingegen verkaufe sich weiterhin sogar besser als erwartet.

Bereits im laufenden Halbjahr könnte das Ergebnis aber schon wieder ganz anders aussehen: Nach der jüngst erfolgten weltweiten Preissenkung des GameCube konnte Nintendo den Absatz der eigenen Konsole in verschiedenen Territorien verzehnfachen; der Marktanteil in Deutschland stieg infolgedessen von mageren 5 auf beachtliche 35 Prozent.  (tw)


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