Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0311/28310.html    Veröffentlicht: 04.11.2003 10:35    Kurz-URL: https://glm.io/28310

OKI will der CeBIT 2004 ebenfalls fernbleiben

Eigene Kundenveranstaltungen, Roadshows und engere Partnerschaft mit dem Handel

Mit Canon und Hewlett-Packard haben der CeBIT 2004 bereits zwei namhafte Hersteller den Rücken gekehrt. Mit OKI folgt der Dritte im Bunde - und will fortan ebenfalls lieber auf eigenen Veranstaltungen vor Ort und in enger Zusammenarbeit mit dem Fachhandel auf die eigenen Produkte aufmerksam machen.

Der Grund dafür liegt laut OKI nicht in finanziellen Problemen, schließlich habe man im ersten Geschäftshalbjahr 2003 ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnet, sondern gründet sich in der Bestrebung, noch gezielter auf die eigenen Kernmärkte zuzugehen und gleichzeitig Fachhändler und Partner noch stärker in Vertriebsaktivitäten einzubinden. Das Ergebnis des Ganzen soll eine größere Kundennähe sein.

OKI plant bereits eine "aufwendige internationale Kundenveranstaltung", die im April 2004 und somit nur wenige Wochen nach der CeBIT stattfinden soll. Ebenfalls in Planung sind eine Reihe von Roadshows und lokalen Veranstaltungen, was zwar nichts Neues ist, aber offenbar gesteigert werden soll. "Wir gehen auf die Kunden zu­ anstatt sie zu zwingen, zu uns zu kommen", betont Rainer Sauer, Managing Director OKI Systems Deutschland GmbH und Vice President Central Region OKI Europe Ltd.

Messen soll jedoch nicht ganz der Rücken gekehrt werden: Mit der Beteiligung an Fachmessen wie der Drupa oder kleineren Spezialmessen will OKI darüber hinaus seine Produkte und Lösungen gezielt in den jeweiligen vertikalen Märkten vorstellen. Die Marke OKI wird - so hofft es der Hersteller - durch die geplanten Aktivitäten an Bedeutung gewinnen. Unterstützt werden soll dies durch mehr klassische Werbung in den Medien.

Die Teilnahme an der CeBIT hat für OKI indes nur geringe Priorität: "Zwar ist die CeBIT nach wie vor eine wichtige Plattform für unsere Branche,­ doch für OKI ist es essenzieller, vor Ort den direkten, kontinuierlichen Kontakt zum Kunden zu suchen, anstatt einmalig in ein sehr breit aufgestelltes Großereignis zu investieren", so Rainer Sauer.  (ck)


© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/