Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0310/28254.html    Veröffentlicht: 31.10.2003 09:38    Kurz-URL: https://glm.io/28254

Polizei warnt vor Tricks bei Internet-Autokauf

Täter lassen sich Kopie des Kfz-Briefes per E-Mail zusenden

In Niedersachsen sind in den letzten Wochen vermehrt Betrugsstraftaten registriert worden, die im Zusammenhang mit dem Autokauf und dem Anbieten per Internet stehen, teilte das LKA Niedersachsen mit.

Die "neue" Masche ist relativ einfach: Nachdem ein Pkw zum Kauf im Internet angeboten wurde, melden sich die Täter (zum Teil aus dem Ausland) telefonisch bzw. per E-Mail und täuschen ein Kaufinteresse vor. Zur Prüfung des Kaufangebotes bitten sie dann um Übersendung (per E-Mail) weiterer Fotos einschließlich des Kfz-Briefes.

Nachdem diese individuellen "Unterlagen" bei den Tätern eingegangen sind, wird das Auto - diesmal von den Betrügern - erneut zum Kauf im Internet angeboten. Durch geschickte Verkaufsverhandlungen werden dabei reale Kaufinteressenten zur Abgabe einer Anzahlung gedrängt. Nach dieser Abwicklung verschwinden die Täter spurlos, das "angezahlte" Auto wird nie ausgehändigt.

Das LKA Niedersachsen warnt vor dieser Masche und rät Autokäufern in diesen Fällen, eine Anzahlung nur nach Inaugenscheinnahme des Pkw durchzuführen. Des Weiteren sollten Verkäufer Daten des Fahrzeugs nicht leichtgläubig versenden - das gilt insbesondere für den kompletten Kfz-Brief.  (ad)


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