Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0310/27931.html    Veröffentlicht: 14.10.2003 16:25    Kurz-URL: https://glm.io/27931

HP - Neue Notebooks unterstützen Trusted Computing

Infineon liefert TCP-Chip für neue HP-Notebooks

HP hat zwei neue Business-Notebooks der nc6000- und nc8000-Serie angekündigt, die - ausgestattet mit einer Embedded-Sicherheitslösung von Infineon - "Trusted Computing" unterstützen. Infineons "ProtectTools Embedded Security" ist dabei als Option integriert und entspricht der TCG-Spezifikation 1.1 b (Trusted Computing Group, vormals TCPA).

Die ProtectTools sollen dabei eine besonders einfache Benutzerführung aufweisen und weitere Sicherheitsanwendungen wie die Identitätsprüfung, die zum Beispiel das Unternehmen RSA Security anbietet, unterstützen. Mit Personal-Secure-Drives sollen Anwender über virtuelle Laufwerke ihre Daten mittels Datei- und Ordnerverschlüsselung absichern können. Die Schlüsselgenerierung und die Schlüsselspeicherung erfolgt dabei Hardware-basiert auf dem TPM-Chip (Trusted Platform Module).

Infineon bietet für HP-ProtectTools-Embedded-Security die entsprechende Hardware und ein Embedded-Sicherheits- und Anwendungs-Softwarepaket gemäß TCG 1.1 b an. Die Spezifikationen definieren Hardware- und Softwarelösungen zur Unterstützung einer Hardware-basierten Public-Key-Infrastruktur (PKI).

Die von der TCG bzw. TCPA entwickelte Spezifikation ist allerdings vor allem bei Verbraucher- und Datenschützern umstritten. Vor allem die Möglichkeiten, über TCG Digital-Rights-Management-Systeme fest in PCs zu integrieren und so die Freiheiten der Nutzer zu beschneiden, stoßen auf Kritik, auch wenn DRM nach Aussage der TCG keines der mit Trusted Computing verfolgten Ziele ist.  (ji)


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