Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0309/27630.html    Veröffentlicht: 25.09.2003 15:49    Kurz-URL: https://glm.io/27630

Auch Neue ELSA GmbH insolvent? (Update)

ELSA-Nachfolger in Zahlungsschwierigkeiten?

Nach der Pleite der ELSA AG hatte im August 2002 die "Neue ELSA GmbH" die Marke und einen Teil der Aktivitäten des Unternehmens übernommen und fortgeführt. Doch nun steckt auch die Neue ELSA GmbH in Schwierigkeiten: Nach diversen Gerüchten über Zahlungsschwierigkeiten wurde jetzt vom Amtsgericht Aachen ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen der Neuen ELSA GmbH eröffnet. Bei Elsa geht man aber davon aus, dass der Insolvenzantrag wieder zurückgezogen wird, da das Überleben der Firma durch eine neue Finanzierung gesichert sei.

Die Neue ELSA GmbH hat Produkte in den Bereichen "Datenkommunikation und Computergrafik" im Angebot. Ihr machten mit Devolo und LANCOM unter anderem zwei weitere Abkömmlinge der alten ELSA AG Konkurrenz, die ebenfalls Netzwerkprodukte anbieten, teilweise unter ehemaligen ELSA-Marken wie "Lancom" und "MicroLink".

Bereits seit Mai 2003 gab es wiederholt Gerüchte, die Neue ELSA GmbH stecke in finanziellen Schwierigkeiten, was das Unternehmen aber dementierte. Dennoch gab es weiterhin Berichte über ausstehende Gehaltszahlungen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Heinrich C. Friedhoff aus Aachen bestellt. Die Webseite des Unternehmen ist weitgehend abgeschaltet.

Update:
Wie ELSA-Marketingleiter Bernd-Hendrik Nissing gegenüber Golem.de erklärte, geht man bei Elsa davon aus, dass der Insolvenzantrag bereits am morgigen 26. September 2003 zurückgezogen wird, da ein Weiterbestehen der ELSA GmbH durch die anstehende Finanzierung als gesichert gelten dürfe. Das Thema Insolvenz sei damit zunächst eigentlich vom Tisch, so Nissing.  (ji)


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