Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0309/27556.html    Veröffentlicht: 22.09.2003 10:07    Kurz-URL: https://glm.io/27556

Sun: Linux spielt auf dem Server keine Rolle

Jonathan Schwartz: "Wir haben keine Linux-Strategie"

In einem Interview mit der US-Site eWeek nahm Jonathan Schwartz, Executive Vice President für Software bei Sun, Stellung zu Suns Linux-Aktivitäten sowie SCOs Klage gegen Linux. Dabei zeigte sich Schwartz verwundert über IBMs Vorgehen und macht klar, dass nach Ansicht von Sun Linux im Server-Bereich keine Rolle spielt.

"Wir haben keine Linux-Strategie. Nicht im Geringsten", so Schwartz im Interview mit eWeek. Linux spiele keine Rolle im Serverbereich, aber wenn Kunden es kaufen wollen, werde Sun es ihnen verkaufen. Dennoch, so Schwartz, ist Sun überzeugt, dass Solaris die bessere, weil sicherere, robustere, qualitativ höherwertige und preiswertere Alternative sei. Lediglich im Desktop-Bereich sieht Schwartz eine Berechtigung für Linux.

Wer Linux auf dem Server einsetze, sei in Bezug auf Ansprüche Dritter auf sich allein gestellt. Lediglich für den Einsatz im Desktop-Bereich stellt Sun seine Kunden von allen Ansprüchen Dritter frei. Sun verfüge über alle notwendigen Lizenzen, insbesondere alle, die SCO in seiner Klage gegen IBM ins Feld führt.

Das Verhalten in diesem Rechtsstreit zwischen SCO und IBM bezeichnet Schwartz als scheinheilig. Wenn die Vorwürfe von SCO haltlos seien, könne IBM seine Kunden von SCOs Anspüchen freistellen. IBM habe einen großen Fehler gemacht, als man auf Linux gesetzt habe. Es gebe nur drei ernst zu nehmende Betriebssysteme für Intel-Systeme, so Schwartz: Windows, Solaris und Linux. "Ihnen gehört ihr eigenes Betriebssystem nicht, das auf den verbreitetsten Plattformen läuft."  (ji)


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