Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0309/27317.html    Veröffentlicht: 08.09.2003 10:49    Kurz-URL: https://glm.io/27317

Sicherheits-Patch für Internet Explorer bleibt wirkungslos

Vermeintlich behobenes Sicherheitsleck weiterhin von Angreifern nutzbar

Wie ein Beitrag auf der Sicherheits-Mailingliste Full-Disclosure berichtet, weist der Ende August 2003 bereitgestellte Patch für den Internet Explorer einen Fehler auf, so dass das vermeintlich gestopfte Sicherheitsleck weiterhin von Angreifern ausgenutzt werden kann. Die Sicherheitslücke betrifft den Internet Explorer in den Versionen 5.01, 5.5 und 6.0.

Das Sicherheitsloch erlaubt es einem Angreifer, beliebigen Programmcode auf ein anderes System zu laden und diesen mit den Rechten des angemeldeten Nutzers auszuführen. Ein Fehler im Internet Explorer sorgt dafür, dass der Browser einen von einem Web-Server stammenden Object-Typ falsch erkennt und einem Angreifer so über eine speziell formatierte HTML-Seite das Einschleusen von beliebigem Programmcode erlaubt.

Die Sicherheitslücke kann neben der Bereitstellung als Webseite auch über eine HTML-Mail ausgenutzt werden, da viele Mail-Clients die Rendering-Engine des Internet Explorer zur Ansicht von HTML-Mails verwenden. Dann genügt die Ansicht einer entsprechend formatierten E-Mail, um Opfer einer solchen Attacke zu werden.

Derzeit bietet Microsoft keinen Patch für den Internet Explorer 5.01, 5.5 und 6.0 zur Abhilfe des Problems an, obgleich nach Angaben der Entdecker der Schwachstelle der Hersteller bereits informiert wurde. Bis dahin empfiehlt der Autor von Full-Disclosure die Deaktivierung von Active Scripting im Internet Explorer.  (ip)


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