Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0309/27309.html    Veröffentlicht: 08.09.2003 09:22    Kurz-URL: https://glm.io/27309

Microsoft zahlt Be aus

Anti-Trust-Verfahren für rund 25 Millionen US-Dollar beendet

Der Betriebssystemhersteller Be und Microsoft haben nach eigenen Angaben ein Abkommen geschlossen, nach dem die seit Februar 2002 schwelende Anti-Trust-Klage, die Be angestrengt hatte, zurückgenommen wird.

Be erhält von Microsoft eine Einmalzahlung von 23,25 Millionen US-Dollar, mit der man den Streit dann als endgültig beendet ansieht. Microsoft bezeichnet sich dabei weiterhin als unschuldig. Weitere Abkommensbestandteile sollen geheim bleiben, teilten die Unternehmen mit.

Der Abschluss dieser Klage ist schon das zweite private Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft, das 2003 auf diesem Wege beigelegt wurde. Be ist gerade dabei, sein Selbstauflösungsverfahren nach dem Plan abzuschließen, der von den Anteilshabern im November 2001 beschlossen wurde.

Be warf dem Redmonder Softwarekonzern vor, durch wettbewerbsfeindliche Praktiken das Geschäft von Be zerstört zu haben. In der Klage wurde Microsoft unter anderem vorgeworfen, durch eine Serie illegaler, exklusiver und wettbewerbsfeindlicher Aktionen das eigene Monopol bei Intel-kompatiblen Betriebssystemen verteidigt zu haben. So habe Microsoft exklusive Verträge abgeschlossen, die PC-Herstellern nicht gestatteten, PCs mit mehreren parallel installierten Betriebssystemen auszuliefern.  (ad)


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