Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0308/27077.html    Veröffentlicht: 25.08.2003 10:08    Kurz-URL: https://glm.io/27077

MontaVista: Gemeinsam gegen SCO

Maximal 1 Prozent der Embedded-Linux-Systeme könnte gegen SCOs Rechte verstoßen

Mit der Motorola-Tochter MontaVista hat sich zudem ein weiteres Unternehmen öffentlich gegen SCO gestellt und rät seinen Kunden davon ab, die von SCO geforderten Lizenzgebühren für Linux zu bezahlen. Der Spezialist für Embedded-Linux schließt sich dabei prinzipiell der Argumentation der Open Source Community an, weist zudem aber darauf hin, dass die von SCO konkret benannten Teile des Linux-Kernels, die gegen SCOs Urheberrecht verstoßen sollen, Embedded-Systeme kaum betreffe.

Nur etwa 20 Prozent der auf Linux-Basis ausgelieferten Embedded-Systeme basieren auf den Architekturen IA32 und IA64. Die meisten ausgelieferten Systeme setzen zudem auf Linux 2.2 auf, das nach Aussage von SCO von den Urheberrechtsverletzungen gar nicht betroffen ist. Die in Linux 2.4 neu hinzu gekommenen Technolgien, die für Embedded-Systeme relevant sind, haben kaum Berührungspunkte mit den von SCO genannten Teilen des Linux-Kernels. Selbst wenn SCO mit seinen Anschuldigungen recht habe, sei nach Meinung von MontaVista nur etwa 1 Prozent der Embedded-Linux-Systeme betroffen. SCO hingegen fordert eine Abgabe von 32,- US-Dollar für jedes Embedded-Linux-System.

Seinerseits sichert MontaVista seinen Kunden Schutz vor den Angriffen von SCO zu und fordert darüber hinaus seine Partner auf, sich ebenso öffentlich gegen SCO zu stellen. Zur Frage: " Wird sich SCO möglicherweise durchsetzen?" heißt es bei MontaVista: "Niemend außerhalb der SCO Group scheint zu denken, dass das Verfahren eine Grundlage hat."  (ji)


© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/