Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0308/26968.html    Veröffentlicht: 18.08.2003 09:18    Kurz-URL: https://glm.io/26968

AMD-Opteron-Cluster für die US-Atombombenforschung

Los Alamos National Laboratory entscheidet sich für AMD Opteron

AMD teilte mit, dass sich das Los Alamos National Laboratory für den AMD-Opteron-Prozessor zum Aufbau von zwei Large-Scale-Linux-Clustern entschieden hat. Die beiden Cluster sollen zusammen über 3.300 AMD-Opteron-Prozessoren enthalten und eine Vielzahl von Datenverarbeitungsaufgaben in der Medizin, in der Umwelttechnik sowie bei der Simulation von A-Bomben übernehmen.

Nach seiner Installation im Oktober 2003 soll sich der "Lightning"-Cluster unter die weltweit leistungsfähigsten Supercomputer einreihen. Zum Einsatz soll der Cluster im Advanced Simulation and Computing Program (ASCI) der National Nuclear Security Administration kommen, in dessen Rahmen Simulationen zur "Zuverlässigkeit und Sicherheit" des US-Atomwaffenarsenals durchgeführt werden. Der "Lightning"-Cluster soll über 2.800 AMD-Opteron-Prozessoren enthalten und eine theoretische Spitzenleistung von 11,2 Teraflops erzielen.

"Bei der Verteidigung unseres Landes hat die wissenschaftliche Expertise des Los Alamos National Laboratories eine ebenso große Bedeutung wie das Know-how der dort beschäftigten Ingenieure, die sich auf Industrie-Standards verlassen, um ihre hohen Leistungsanforderungen im 64-Bit-Computing zu erfüllen", so Marty Seyer, Vice President und General Manager von AMDs Microprocessor Business Unit. "Die Flexibilität, 32- und künftige 64-Bit-Applikationen unserer Kunden auf einem hohen Leistungsniveau fahren zu können, trägt zur Reduzierung der hohen Kosten beim Einsatz von proprietären Server-Lösungen bei und ermöglicht uns, leistungsfähige Cluster für weite Märkte anzubieten."

Der "Orange"-Cluster soll im Rahmen eines Institutional-Computing-Projekts des Los Alamos National Laboratories genutzt werden. Dieses Projekt beschäftigt sich mit Forschungsarbeiten aus Wissenschaft, Medizin und Umweltschutz, wie der Entwicklung von Antibiotika und der Simulation von Waldbränden und Wasservorkommen. "Orange" besteht aus 256 Nodes in Dual-Prozessor-Konfiguration und ist der erste Supercomputer mit AMD-Opteron-Prozessoren, der die InfiniBand-Technologie zur Steigerung der Interconnect-Bandbreite sowie zur Verbesserung der Skalierbarkeit nutzt.

"Der AMD-Opteron-Prozessor ist eine wirtschaftliche Lösung, die uns erlaubt, mit unserer Software die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Nuklearwaffen zunächst in einer bewährten 32-Bit-Umgebung zu simulieren und zu einem späteren Zeitpunkt, sobald die 64-Bit-Software vollständig ausgereift ist, problemlos auf 64-Bit-Computing umzusteigen. Unsere kundenspezifische Linux-Software ist ein wesentlicher Bestandteil der gesamten System-Umgebung", so John Morrison, Chef der Computing, Communications und Networking Division des Los Alamos National Laboratory.

Beide Cluster - "Lightning" und "Orange" - werden von LinuxNetworx entwickelt und gebaut und an das Los Alamos National Laboratory geliefert. Bei "Lightning" und "Orange" kommen das AMD-Opteron-Prozessormodell 244 sowie das Arima HDAMA Motherboard zum Einsatz.  (ad)


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