Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0308/26915.html    Veröffentlicht: 13.08.2003 07:57    Kurz-URL: https://glm.io/26915

Eco ruft Anti-Spam-Task-Force ins Leben

Erste Ergebnisse noch dieses Jahr erwartet

Gegen die mittlerweile unerträgliche Spam-Flut in den E-Mail-Postfächern formiert sich immer mehr Widerstand, vor allem nicht nur durch technische Einzelkämpfer, sondern auch organisatorischer Art. In der ersten August-Woche 2003 trat erstmalig die vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. ins Leben gerufene Anti-Spam-Task-Force (ASTF) zu einem Arbeitstreffen bei Schlund und Partner in Karlsruhe zusammen. Die ASTF geht auf den ersten deutschen Anti-Spam-Kongress zurück, der im Mai 2003 auf Schloss Kransberg in Usingen stattfand.

Die etwa 70 Vertreter von Internet-Service-Providern in Deutschland einigten sich auf einen Fahrplan zur Entwicklung gemeinsamer Maßnahmen, um das Vertrauen in den E-Mail-Dienst allgemein zu stärken. Ziel ist nach Angaben von Eco, die Belästigung von Verbrauchern durch Spam so weit wie möglich einzudämmen. Hierzu wurden Expertenkomitees gebildet, die technische, organisatorische und juristische Maßnahmen ausarbeiten sollen.

Diese sollen dann bei einem weiteren Arbeitstreffen im November 2003 diskutiert und zu einem Maßnahmen-Gesamtpaket zusammengefasst werden. Harald Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, prognostizierte, dass man noch in diesem Jahr konkrete Ergebnisse vorstellen wolle.

Geplant ist eine Stärkung der Rolle des Verbrauchers durch besser konfigurierbare Mail-Konten, die Verhinderung der Unkenntlichmachung der Spam-Versender und die Errichtung technischer Hürden zur Vermeidung von Spam-Zustellungen an die Verbraucher.  (ad)


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