Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0308/26879.html    Veröffentlicht: 11.08.2003 08:18    Kurz-URL: https://glm.io/26879

Studie: Zukunft von MMS liegt in Sex und Fußball

Preise für MMS-Nachrichten sollen stark sinken

Neben Erotik-Diensten werden Untersuchungen von Detecon zufolge Angebote mit Sportthemen - insbesondere zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland - Spiele und ortsbezogene Dienste (Location Based Services) große Chancen bei den Mehrwert-Diensten eingeräumt. Zur Jahreswende 2005/2006 könnte jede vierte per Handy verschickte Nachricht eine MMS sein. Insgesamt dürften 70 Prozent aller im Jahr 2006 auf dem Markt befindlichen Mobiltelefone MMS-fähig sein.

Der Preis einer Multimedia-Nachricht wird sich nach Meinung der von Detecon befragten Experten bis zum Jahr 2010 halbieren. Die Fachleute sagen unterschiedliche Preiskategorien in Abhängigkeit von den übertragenen Datenmengen voraus. Durchsetzen wird sich wahrscheinlich ein Stückpreis pro MMS. Die Abrechnung ausschließlich nach Datenumfang ist für die Netzbetreiber zu aufwendig und für die Nutzer zu intransparent.

MMS gilt unter Fachleuten zudem als Markttreiber für Mobile Marketing. Mit den Multimedia-Nachrichten lassen sich Werbebotschaften auf das Handy in Bild und Ton umsetzen, was bislang nicht möglich war. Allerdings dürfte der Kunde Werbung nur dann akzeptieren, wenn sie einen Zusatznutzen für ihn umfasst (z.B. einen Rabatt durch die Verbindung von Werbung mit Inhalte-Angeboten). Für Werbetreibende bietet sich dann je nach betrachtungsweise leider auch die Möglichkeit, Kunden durch individuell zusammengestellte Angebote gezielt nach Regionen anzusprechen.  (ad)


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