Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0308/26856.html    Veröffentlicht: 08.08.2003 08:13    Kurz-URL: https://glm.io/26856

Minolta DiMAGE A1: Nachfolger der DiMAGE-7-Serie vorgestellt

Kamera besitzt unverändert 5-Megapixel-Auflösung und 7fach-Zoom-Objektiv

Minolta hat mit der DiMAGE A1 den Nachfolger der SLR-typischen Digitalkamera-Serie DiMAGE 7x angekündigt. Die Kamera verfügt über einen progressiven 2/3-Zoll-CCD mit einer Auflösung von 5-Megapixeln und ein 7-fach optischen APO-Zoom-Objektiv, das ein Brennweitenspektrum von 28 bis 200 mm (entsprechend Kleinbild) bei F2,8 bis 3,5.

Auf das optische Zoom-Objektiv können Filter mit einem Filtergewinde von 49 mm angebracht werden. Außerdem gibt es einen Filtergewinde-Adapter von 49 auf 62 mm. Das mechanische Anti-Verwacklungssystem, das nicht an den Linsen sondern am CCD ansetzt, soll je nach Aufnahmesituation bis zu drei Zeitstufen längere Belichtungswerte ermöglichen, verspricht der Hersteller.

Ein kippbares 1,8-Zoll-Display (118.000 Pixel) mit einem einstellbaren Betrachtungswinkel (schwenkbar von minus 20 bis plus 90 Grad) erlaubt sowohl die Bildbetrachung als auch die Menüsteuerung. Der elektronische Sucher verfügt über einen TFT-Panel mit 235.000 Pixel. Für einen bequemen Einblick lässt sich der Sucher zudem von 0 bis 90 Grad schwenken. Dazu gibt es eine Dioptrien-Feineinstellung.

Minolta DiMAGE A1 - für weitere Bilder bitte anklicken
Minolta DiMAGE A1 - für weitere Bilder bitte anklicken
Die Scharfeinstellung erfolgt über ein 11-Punkt AF-System (ohne Aufheller) und einem griffsensorgesteuerten Nachführautofokus. Das Autofokus-System verfügt über einen mittleren Kreuzsensor. Ein Flexible-Fokus-Punkt (FFP) besteht aus einem Kreuzsensor, welcher sich beliebig positionieren lässt, was hilfreich ist, wenn sich die Kamera auf einem Stativ befindet und zur Bildkomposition bewegt werden müsste oder wenn die Schärfeebene, z.B. bei Makroaufnahmen, durch das AF-System nur schwer erkannt werden kann.

Der FFP kann direkt mit der Spotbelichtungsmessung kombiniert werden, um eine gezielte Belichtungs- und Schärfemessung auf das Bilddetail zu legen. Das mit dem FFP angewählte Motivdetail lässt sich darüber hinaus auf dem Monitorbild vergrößern. Zudem gibt es eine manuelle Scharfstellmöglichkeit.

Zu den Belichtungsfunktionen zählen eine Programm- und eine Zeitautomatik mit Blendenvorwahl sowie eine Blendenautomatik mit Zeitvorwahl und die Möglichkeit der manuellen Einstellung. Die Kamera erlaubt Verschlusszeiten zwischen einer 1/16.000 Sekunde und 30 Sekunden. Die Empfindlichkeit kann entweder über eine Automatik oder manuell zwischen ISO 100, 200, 400 und 800 festgelegt werden.

Die Serienbildfunktion kann bis zu drei JPEG-Bilder oder bis fünf Aufnahmen im Minolta-eigenen RAW-Format mit einer Bildrate von 2 Bildern pro Sekunde schießen. Als weiteres speichert die Kamera auf Wunsch im TIFF-Format. Die Farbräume der Kamera umfassen sRGB und Adobe RGB. Die Aufnahme kann bei der DiMAGE A1 außerdem mit dem 50 cm langen Auslösekabel RC-1000S oder dem 5 m langen Auslösekabel RC-1000L aktiviert werden. Ein eingebauter Selbstauslöser verzögert die Aufnahme um wahlweise 2 oder 10 Sekunden.

Minolta DiMAGE A1 Rückseite - für weitere Bilder bitte anklicken
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Es können bis zu 15 Minuten lange Farb- oder S/W-Filme in QVGA- Auflösung (320 x 240) angefertigt werden. Die Nachtfilmfunktion ermöglicht darüber hinaus Aufnahmen bei sehr geringem Außenlicht. Eine Intervallfunktion produziert eine Serie von Einzelbildern, welche in VGA-Auflösung zu Zeitrafferfilmen zusammengesetzt werden können. Bei einer Bildrate von 4 Bildern pro Sekunde kommen sonst fast kaum merkliche Veränderungen wie das Erblühen einer Blume oder die Änderung einer Wolkenformation zum Vorschein.

Die Kamera besitzt einen Steckplatz für CompactFlash-Karten des Typs I sowie II und kann auch mit dem Microdrive betrieben werden. Die Kamera verfügt über eine USB-1.1-Schnittstelle und einen Videoausgang für NTSC bzw. PAL.

Ein eingebauter Kleinblitz weist eine Reichweite von 0,5 m bis 3,8 m im Weitwinkel- und 0,5 m bis 3 m im Telebereich auf. Darüber hinaus verfügt die Kamera über einen eingebauten Synchronblitzanschluss, mit dem man die DiMAGE A1 an professionelle Studioblitzanlagen anschließen kann. Ferner stehen mehrere Programmblitzgeräte optional zur Auswahl.

Die Stromversorgung erfolgt über einen Lithium-Ionen-Akku, mit dem etwa 330 Bilder aufgenommen werden können. Für eine längere Ausdauer der Kamera und eine Handhabung bei Hochformataufnahmen verkauft Minolta einen Funktionshandgriff BP-400 als Sonderzubehör, der mit zwei aufladbaren Lithium-Ionen-Akkus oder sechs Akkus Typ AA gefüllt werden kann.

Die Kamera misst 117 x 85 x 113,5 mm und wiegt ohne Akkus und Speichermedium 560 Gramm. Die Minolta DiMAGE A1 wird voraussichtlich ab August 2003 zum Preis von 1.299,- Euro im Handel erhältlich sein.  (ad)


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