Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0307/26601.html    Veröffentlicht: 23.07.2003 13:48    Kurz-URL: https://glm.io/26601

Volljährig: Der Amiga wird 18

Commodores PC-Konkurrent weiterhin am Leben

Vor genau 18 Jahren, am 23. Juli 1985, hat Commodore im Lincoln Center in New York den ersten Amiga der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei handelte es sich um den Amiga 1000 mit AmigaOS 1.x, 7,14-MHz-MC-68000-Prozessor von Motorola, 256 KByte Chip-RAM (erweiterbar auf 512 KByte) und ein 880-KByte-3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk.

Im Gegensatz zum PC bot der Amiga 1000 bereits ein ausgefeilteres, präemptives Multitasking, eine bessere Grafikleistung und ein passendes Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche. Im Gegensatz zum früher und in größeren Stückzahlen erhältlichen Konkurrenten Atari 520 ST bot der Amiga 1000 die Möglichkeit, an Fernseher anstatt an Spezial-Displays angeschlossen zu werden und auch die Hardware galt als leistungsfähiger. Später folgten - wenn auch nicht in der nun genannten Reihenfolge - der Amiga 500, Amiga 600, Amiga 1200, Amiga 2000, Amiga 2500, Amiga 3000, Amiga 4000 sowie die Amiga-basierten Unterhaltungssysteme CD32 und CDTV.

Derzeit versucht Amiga Inc. die in die Jahre gekommene Plattform mit Hilfe des PowerPC-Prozessor-basierten AmigaOne und eines neuen Betriebssystems zu retten. Wie damals beim Amiga 1000 hat jedoch auch der AmigaOne seine Startschwierigkeiten und die Spezifikationen haben verschiedene Metamorphosen durchlaufen. Der AmigaOne wird von Amiga-Partnern entwickelt und seit Ende 2002/Anfang 2003 bereits verkauft, ebenso wie das konkurrierende Pegasos-Board von Thendic und bplan - nur das zugehörige AmigaOS 4.0 von Amiga Inc. lässt weiter auf sich warten. Doch die Amiga-Gemeinde ist geduldig, zumal es längst alternative Amiga-Betriebssysteme wie MorphOS gibt und sowohl AmigaOne als auch Pegasos auch unter LinuxPPC laufen.  (ck)


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