Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0307/26598.html    Veröffentlicht: 23.07.2003 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/26598

Telekom: Analoge Telefonanschlüsse werden teurer

Monatliche Grundgebühren und Einmalentgelte sollen steigen

Die Telekom-Festnetzsparte T-COM will die monatlichen Grundgebühren für analoge Telefonanschlüsse sowie Einmalentgelte erhöhen. Zugleich sollen im Ortsnetz die Telefongebühren um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Mit denen neuen Tarifen reagiere man auf eine Aufforderung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post und auf eine Missbrauchsverfügung der Europäischen Union, so die Telekom. Die RegTP hatte das Unternehmen aufgefordert, das von ihr festgestellte Anschlusskostendefizit von jährlich rund 607 Millionen Euro zu beseitigen.

Die Telekom hat daher jetzt bei der RegTP eine Erhöhung der monatlichen Grundentgelte für analoge Telefonanschlüsse um 1,94 auf 15,66 Euro beantragt. Auch das monatliche Grundentgelt eines T-Net-100-Anschlusses soll um 1,46 auf 18,45 Euro erhöht werden.

Zugleich soll das einmalige Bereitstellungsentgelt für Anschlüsse von 51,57 auf 59,95 Euro und das Übernahmeentgelt von 25,78 auf 29,94 Euro angehoben werden.

Im Gegenzug hat die Telekom beantragt, ihre City-Standardtarife um bis zu fünfzig Prozent in der Spitze zu senken. Im Durchschnitt bedeute die beantragte neue Tarifstruktur eine Tarifsenkung bei den City-Verbindungen um knapp fünf Prozent.

Dazu sollen die Zeittakte im City-Bereich beim analogen T-Net-Anschluss und bei T-ISDN-Anschlüssen harmonisiert und gleichzeitig vereinfacht werden. Der Nebenzeittarif mit dem 4-Minuten-Takt wird auf die Zeit von 8 Uhr bis 9 Uhr ausgeweitet. Der 1,5-Minuten-Takt in der Hauptzeit gilt nun einheitlich von 9 bis 18 Uhr und schließlich gilt der Nebenzeittarif mit dem 4-Minuten-Takt einheitlich bereits ab 18 Uhr bis zum nächsten Morgen um 9 Uhr.

So kann am analogen T-Net-Anschluss im Orts- und Nahbereich bereits ab 18 Uhr vier Minuten lang für 6 Cent telefoniert werden. Der City-Tarif der Telekom gilt dabei nicht nur für Verbindungen im eigenen Ortsnetz, sondern in alle jeweiligen Nachbarortsnetze bis zu 20 km Entfernung.  (ji)


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