Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0307/26526.html    Veröffentlicht: 18.07.2003 11:10    Kurz-URL: https://glm.io/26526

Sony entwickelt speziellen PDA-Prozessor

"Handheld Engine"-CPU: Multimedia-Funktionen bei geringem Stromverbrauch

Sony hat einen Prozessor auf ARM-Basis speziell für den Einsatz in PDAs entwickelt, der erstmals im kürzlich vorgestellten Clié UX50 zum Einsatz kommt. Die "Handheld Engine"-CPU soll künftige Clié-Modelle mit hoher Rechenleistung bei Multimedia-Funktionen versorgen und dabei einen geringen Stromverbrauch aufweisen.

Der "Handheld Engine"-Prozessor wurde von Sony speziell für den Einsatz in den PalmOS-PDAs der Clié-Reihe entwickelt, um besonders die Multimedia-Funktionen bei niedrigem Stromverbrauch abdecken zu können. So kommt nach Herstellerangaben die Wiedergabe von Videoclips ohne hohe CPU-Taktraten aus, was den Stromverbrauch verringert. Dafür entwickelte Sony das Dynamic Voltage and Frequency Management (DVFM), das eine optimale Energieversorgung durch eine automatische Auswahl der CPU-Taktrate bringen soll.

Um die Miniaturisierung entsprechender PDAs voranzutreiben, integrierte Sony weitere Kernfunktionen der Clié-Modelle in den Prozessor. So weist dieser eine 2D-Grafik-Engine, einen DSP, eine Schnittstelle für eine Digitalkamera sowie ein Memory-Stick-Interface auf. Die CPU beruht dabei auf einem ARM-Kern und erreicht eine maximale Taktrate von 123 MHz.

Der im 0,18-Mikron-Prozess hergestellte Prozessor vom Typ CXD2230GA wird erstmals im Clié UX50 verbaut. Gefertigt wird der "Handheld Engine"-Prozessor in der Sony-Halbleiterfabrik im japanischen Nagasaki.  (ip)


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