Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0305/25682.html    Veröffentlicht: 27.05.2003 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/25682

Spieletest: Ikaruga - Ballern bis der Daumen bricht

Klassisches Shoot'em-Up für den GameCube

Endlich mal wieder eine Herausforderung für wirkliche Shooter-Experten: Mit Ikaruga hat Atari soeben einen der besten, aber auch schwierigsten derzeit erhältlichen Shooter veröffentlicht. Das Spiel erschien ursprünglich für Segas Dreamcast und sorgt nun auch auf Nintendos GameCube für Furore.

Man hat sich sogar die Mühe gemacht, dem Spiel eine Hintergrundgeschichte zu spendieren, die allerdings nicht wirklich eine große Rolle spielt: In der Rolle des zur unabhängigen Freedom Federation gehörenden Kampfpiloten Shinra versucht man, ein feindliches Imperium zu Fall zu bringen, das von dem skrupellosen Herrscher Horai angeführt wird. Horai hat mit einem Angriff den Großteil der Föderation bereits vernichtet, nur noch einige wenige Bewohner haben überlebt - und die hoffen nun natürlich darauf, dass Shinra sie retten kann.

Screenshot #1
Screenshot #1
In fünf sehr großen, vertikal scrollenden Leveln ballert man sich fortan durch unglaubliche Massen von Gegnern, wobei man nicht nur beständig schießen, sondern auch schnell reagieren muss, um feindlichen Kugeln und großen Gegnern auszuweichen. Obwohl Ikaruga allein schon auf Grund des immer mit Gegnern überfüllten Bildschirms eigentlich nur für Shooter-Profis geeignet ist, gibt es eigentlich nie unfaire Stellen im Spiel - immer ist noch irgendwo eine kleine Lücke, durch die man durchschlüpfen kann. Wenn man hier eines der Bildschirmleben aushaucht, ist man also auch immer selbst dafür verantwortlich.

Screenshot #2
Screenshot #2
Für spielerische Abwechslung sorgt das "Schwarz-/Weiß-Feature": Per Knopfdruck kann man die Farbe des eigenen Gleiters zwischen schwarz und weiß wechseln, wobei man dann jeweils die Gegner in der anderen Farbe leichter abschießen kann. Natürlich gibt es auch diverse große Endgegner, für die besondere Taktiken gefragt sind. Übrigens muss man den Kampf gegen Horais Armeen nicht unbedingt alleine aufnehmen: Ikaruga bietet auch einen Modus für zwei Spieler, in dem man dann gemeinsam zur Ballerorgie antritt.

Screenshot #3
Screenshot #3
Optisch und akustisch ist das Spiel ein Genuss, ein Feuerwerk an Effekten lässt hier echte Spielhallen-Atmosphäre aufkommen. Apropos Spielhalle: Wer will, kann seinen Fernseher auch hochkant stellen und dann dieselbe Optik genießen wie beim Arcade-Automaten.

Fazit:
Viel einfacher kann ein Spielkonzept kaum noch sein, viel unterhaltsamer aber auch nicht - Ikaruga bietet schnörkellose Action, famos präsentiert und einfach zu bedienen. Wer vor dem hohen Schwierigkeitsgrad nicht zurückschreckt, sollte sich diese Meisterleistung in Sachen vertikal scrollendem Shoot'em Up also nicht entgehen lassen.  (tw)


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