Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0304/24998.html    Veröffentlicht: 14.04.2003 08:59    Kurz-URL: https://glm.io/24998

Musikverleger begrüßen neues Urheberrecht

Forderung: Kopien nur aus legalen Quellen zulassen

Die deutschen Musikverleger begrüßen die Umsetzung der EU-Urheberrechts-Richtlinie in deutsches Recht durch den Deutschen Bundestag am Freitag, den 11. April 2003 in Berlin.

Wie der Geschäftsführer des Deutschen Musikverleger-Verbandes (DMV), Dr. Heinz Stroh, erklärte, habe die Musikbranche schon seit Monaten auf das neue Gesetz gewartet, um endlich gegen das illegale Herunterladen aus dem Internet und das CD-Brennen vorgehen zu können, durch das millionenfach Musik zum Nulltarif kopiert würde.

Mit dem neuen Gesetz werde verboten, dass die Medien mit detaillierten Gebrauchsanweisungen erklärten, wie man die kopiergeschützten CDs "knacken" könne, so die Interpretation der Musikverleger.

Enttäuscht zeigte sich Stroh darüber, dass die Parteien die Forderung der deutschen Musikverleger nicht aufgenommen haben, Kopien nur aus legalen Quellen zuzulassen. Als Wermutstropfen der Reform bezeichnete er weiterhin die Neuregelung des Paragrafen 52a, die der DMV ebenso wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ablehnt.

Der Deutsche Musikverleger-Verband, so Stroh, habe in den letzten Jahren mit zahlreichen Anhörungen und Diskussionen in den Ministerien dazu beigetragen, dass es zu einer deutlichen Verbesserung des deutschen Urheberrechts gekommen sei. Durch die Solidarisierung aller Musikverlage im DMV mit Schreiben und Kontakten zu allen Bundestagsabgeordneten sei es gelungen, entscheidende Verbesserungen durchzusetzen.

Der Deutsche Musikverleger-Verband wolle auch künftig in der Politik dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für die Musikwirtschaft auch europaweit zu verbessern.  (ad)


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